222-Millionen-Deal: Nach Neymar-Deal: Ändern sich jetzt die Transferregeln?

Foto: Cosmin Iftode / Dreamstime.com

Nun hat der Wechsel von Neymar vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain auch die Europäische Kommission auf den Plan gerufen. Sie soll die Transferregeln prüfen. Ob sie es macht, ist völlig offen.

"FIFPro bittet die Europäische Kommission um eine umfassende Untersuchung der Transferregeln aus dem Jahr 2001, die nun dringend geprüft werden müssen", sagte der Generalsekretär der Spielergewerkschaft FIFPro, Theo van Seggelen, am Freitag.

Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte, dazu liege der Behörde bereits eine Beschwerde vor, die wie alle Beschwerden geprüft werde. Ob es zu einer förmlichen Untersuchung kommt, ist aber unklar.

Der 222-Millionen-Euro-Wechsel Neymar sei laut FIFPro "das jüngste Beispiel dafür, wie der Fußball immer mehr zur Domäne einer ausgewählten Gruppe reicher, meist europäischer Klubs" wird.

"Eine Reform der bisherigen Transferregeln anzuregen, ist eine Priorität von FIFPro, um die Rechte von Spielern als Arbeitnehmer und die Interessen des Spiels zu schützen", sagte van Seggelen weiter.

Die Transferregeln des Fußballweltverbands FIFA seien "wettbewerbsfeindlich, ungerecht und illegal".

Der "überhöhte und verzerrte Markt" und der "Wahnsinn des Transfermarktes" müsse zum Wohle des Spiels, aller Spieler, der Vereine und der Fans ein Ende haben, forderte van Seggelen.

FC Barcelona


UEFA-Boss Aleksander Ceferin, in dessen Kontinentalverband der Wechsel schließlich über die Bühne ging, will hingegen mehr Ausgeglichenheit in finanziellen Dingen erreichen.

Der Fußball müsse Wege finden, um mehr Transparenz zu schaffen, schrieb Ceferin in einem Brief. Allerdings seien "nationale Steuersysteme außerhalb des Einflusses der UEFA".

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi erklärte unterdessen die 222 Millionen Euro schwere Ablösesumme für Neymar sei alles andere als überteuert.

" Viele Menschen reden vom Geld, aber bei diesem Investment bin ich sicher, dass sich der Preis von Neymar innerhalb von zwei Jahren verdoppeln wird", so der PSG-Boss.

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