Ex-Hamburger: Alen Halilovic blickt zurück: »Es wurde kein Fußball mehr gespielt

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Tobias Krentscher, 16.03.17

Supertalent Alen Halilovic von UD Las Palmas blickt wenig erfreut auf seine kurze Zeit beim Hamburger SV in der deutschen Bundesliga zurück.

Der Kroate kam im Sommer 2016 als Hoffnungsträger auf eine rosige HSV-Zukunft vom FC Barcelona zu den Rothosen.

Doch weder HSV-Coach Bruno Labbadia noch dessen Nachfolger Markus Gisdol gelang es, die spielerische Klasse und das Talent des jüngsten kroatischen Nationalspielers aller Zeiten in die Mannschaft einzubauen.

Der Hamburger SV steckte schnell im Abstiegskampf, für den offensivstarken, aber defensiv ausbaufähigen Spielmacher war kein Platz im rauen Bundesliga-Alltag.

Dementsprechend bitter fällt Halilovics Fazit des Halbjahres in Hamburg aus. Zunächst habe er gedacht, mit seiner Wahl des HSV alles richtig gemacht zu haben, erklärte der 20-Jährige.

"Aber dann war der Saisonstart schlecht. Wir haben viele Spiele verloren, das war negativ. Dann wurde das Denken geändert. Es musste mehr verteidigen werden, es wurde kein Fußball mehr gespielt, weniger Chance herausgespielt", so Halilovic weiter.

In der Hinrunde lief Alen Halilovic nur sechsmal für den HSV auf, nie länger als 45 Minuten. Im zweiten Teil der Hinrunde stand er gar nicht mehr im Kader.

Halilovic zog die Reißleine und wechselte für eineinhalb Jahre auf Leihbasis nach Las Palmas, wo er bisher immer ran durfte und zwei Tore vorbereitete.

Der Kroate ist froh und will in der Primera Division bleiben. "Ich fühle mich sehr wohl und hoffe, ich werde hier bleiben", stellte er klar.

An den Hamburger SV denkt er nicht gerne zurück. Es passte einfach nicht. "Wenn der Trainer anders denkt als der Spieler und eine andere Spielweise im Kopf hat, dann ist das ein Problem", so der Regisseur.

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