Weltrekord-Wechsel: Kalle Rummenigge: Neymar-Deal teurer als Bayern-Stadion

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222 Millionen Euro hat nur die Ablöse für Neymar gekostet. Für Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist das eigene Stadion wichtiger.

"Ich muss klar sagen, dass uns die Allianz Arena lieber und wichtiger ist. Wobei der Neymar-Transfer im Gesamtvolumen sogar noch teurer war", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters in der SPORTBILD.

Das Gesamtvolumen des Neymar-Deals könnte sich bis auf über 700 Millionen Euro belaufen – das Stadion in München hat "nur" 340 Millionen Euro gekostet …

Der FC Bayern München distanziert sich von Transfers in solchen Größenordnungen.

"Wir wollen das nicht, wir können das auch nicht", stellte Karl-Heinz Rummenigge klar: "Das ist auch in Ordnung so. Das wird auch von der Öffentlichkeit und unseren Fans, so denke ich, für richtig befunden."

Während die Politik in Sachen Neymar auch ihre Kritik geäußert hat und sogar einschreiten wollte, hätte sie vor sechs Jahren einen solchen Deal verhindern können, betonte Rummenigge:

"Bevor 2011 Financial Fairplay eingeführt wurde, war ich diverse Male mit dem damaligen Uefa-Präsidenten Michel Platini in Brüssel bei der EU-Kommission. Es gab ein Ziel:  Die Einführung eines Salary Caps (eine Gehaltsobergrenze nach US-Vorbild, d. Red.) auf europäischer Ebene."

FC Bayern


Das sei jedoch "immer abgelehnt worden".  Nun fordert der Bayern-Boss eine Obergrenze im Transfer-Volumen von den Vereinen.

"Das gilt es innerhalb der Fußball-Szene, zwischen Fifa, Uefa, ECA, Ligen und Spieler-Vereinigung FIFPro, zu diskutieren. Alle sollten sich an einen Tisch setzten, das wäre mein Vorschlag", so der Ex-Profi.

So könne man "rationalere Regularien" für den Fußball finden, "die Öffentlichkeit versteht das sonst nicht mehr, die Fans verlieren den Bezug", warnte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters.

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