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Eric Abidal: Biografie

Die Ballberührung:

Éric-Sylvain Bilal Abidal wurde 1979 in Lyon geboren. Er ist martiniquinischer Abstammung und seit 2003 zum Islam konvertiert. Der Innen- oder Linksverteidiger hatte seine erste Ballberührung beim Amateurverein AS Lyon-la-Duchère und wechselte im Jahr 2000 zu den Profis des AS Monaco. „Les Dogues“ holten ihn 2002 nach Lille, den OSC Lille verließ er 2004, um in seinem Heimatort bei Olympique Lyon zu unterschreiben. In den Jahren 2005, 2006 und 2007 feierte er mit OL sowohl den Sieg in der Französischen Meisterschaft als auch die Trophée des Champions. Seit 2004 linker Außenverteidiger in der französischen Nationalmannschaft, wurde Abidal mit der Équipe Tricolore im Jahr 2006 Vizeweltmeister.

Die Pokalberührung:

Seit dem Sommer 2007 beim FC Barcelona, wurde er mit den Blaugrana 2009, 2010 und 2011 spanischer Meister, gewann 2009 die Copa del Rey, die Supercopa de España, den UEFA Super Cup, die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft und die UEFA Champions League. 2010 folgte ein weiteres Mal die Supercopa de España, aber im UEFA Champions League – Finale 2011 feierte Éric Abidal seinen wohl schönsten Sieg.

Menschlich berührend:

Am 15. März 2011 wurde bei dem Vater zweier Töchter ein Lebertumor diagnostiziert, zwei Tage später operiert – und 72 Tage später lief der Franzose im Londoner Wembley-Stadion ein, um das Finalspiel der UEFA Champions League gegen Manchester United mit den Blaugrana zu gewinnen. Dem Mann, der seine Krankheit besiegte mit dem Traum, „wieder spielen zu können, zu gewinnen und diesen Pokal zu berühren“, wurde nicht nur von seinem Trainer Vertrauen geschenkt, sondern sogar von seinen Teamkollegen die Kapitänsbinde übergeben – statt Spielführer Carles Puyol durfte Éric Abidal die begehrte Trophäe übernehmen, eine Geste, die einmal mehr beweist: Barca ist „mehr als ein Klub.“

Eric Abidal: Steckbrief

22 Eric Abidal
Frankreich
Abwehr
11.09.1979