SC Paderborn :4:1 in Aue: Paderborn stürmt an die Tabellenspitze

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Foto: FIRO/FIRO/SID/
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Im Jubel beim SC Paderborn über den erstmaligen Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga war Erzgebirge Aues Trainer Alexej Schpilewski nach der 1:4 (0:3)-Heimpleite seines Teams nur trauriger Beobachter. Nur wenige Minuten nach dem desaströsen Auftritt des weiter sieglosen Schlusslichts gegen den neuen Spitzenreiter gab Aues ehrgeiziger Klub-Boss Helge Leonhard die Trennung von dem Belarussen nach nur 80 Tagen bekannt.

"Wir sind gemeinsam zur Ansicht gekommen, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht oder die Mannschaft ihn nicht. Deswegen ist das Projekt gescheitert. So ist es nicht umsetzbar, und so bringt es nichts", erklärte Leonhard nach einem Gespräch mit dem bisherigen Coach der Veilchen. Ein Nachfolger für den 33-Jährigen steht noch nicht fest.

Hintergrund

In Paderborns Lager herrschte eine völlig andere Stimmung. Angesprochen auf die Tabellenführung antwortete Trainer Lukas Kwasniok lächelnd: "Falscher Spieltag." Seine Jungs hätten sich aber vier Monate nach ihrem 8:3-Spektakel an gleicher Stelle belohnt "für leidenschaftliche sieben Spiele, mehr geht nicht", sagte er am Sky-Mikrofon: "Jetzt geht der Spaß erst richtig los, alle haben uns auf dem Schirm."

Der SCP ist nach dem siebten Spieltag punktgleich mit Jahn Regensburg aufgrund der besseren Tordifferenz neuer Tabellenführer. Marco Stiepermann (4.) brachte die Gäste früh mit einem platzierten Schuss in Führung und schnürte nach der Pause den Doppelpack (48.). Sven Michel (26.) und Felix Platte (38.) hatten bereits zuvor alles klargemacht.

"Es hat alles gefehlt", sagte Aues Dimitrij Nazarov sichtlich verärgert und schien Schpilewskis Rauswurf bereits zu ahnen: "Es muss schleunigst was passieren, sonst gibt es ein böses Erwachen. Wir haben schön einen auf die Fresse bekommen."

Aue, das durch Babacar Gueye (51.) nur verkürzen konnte, kassierte die vierte Niederlage in Serie und wartet nach drei Unentschieden zum Saisonstart weiter auf den ersten Dreier. 

Die Veilchen erwischten zwar den besseren Start, doch Paderborn ging mit dem ersten Angriff direkt in Führung. Aues Fans schickten ihre Elf mit Pfiffen in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel wurde es bei den Gastgebern nicht besser.

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