AC Mailand :Ermittlungen laufen: Ex-Milan-Patron Silvio Berlusconi droht Ärger

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Laut LA STAMPA werde dem früheren Ministerpräsidenten Italiens im Zuge des Verkaufs Geldwäsche vorgeworfen.

Die Investoren aus China sollen demnach einen zu hohen Preis für den AC Mailand gezahlt haben, sodass der 81-Jährige Geld, das angeblich auch auf schwarzen Auslandskonten lag, nach Italien zurückführen konnte.

Konkret gehe es um zwei Zahlungen an Silvio Berlusconi aus Honkong, so die Zeitung weiter.

Der Verkauf des AC Mailand ging im April 2017 für 740 Millionen Euro über die Bühne, nachdem sich der Deal mehrfach verschoben hatte. Die Ermittler glauben, dass der Kaufpreis um rund 300 Millionen Euro zu hoch lag.

Ebenso wie Berlusconi ist auch der chinesische Geschäftsmann Yonghong Li im Visier der Ermittler. Er ist der neue Präsident von Milan, aber gilt als umstritten.

Hintergrund


Die Geschäfte des 48-Jährigen gelten als undurchsichtig und schon vor einigen Monaten gab es Meldungen über Ungereimtheiten bei der Milan-Übernahme.

Berlusconi bringt sich derzeit in Stellung für die Wahl in Italien, obwohl er nach seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen Steuerbetrugs keine öffentlichen Ämter bekleiden darf.