AC Mailand AC Mailand nach elf Jahren wieder Meister

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Foto: AFP/SID/TIZIANA FABI

Die Rossoneri gewannen am letzten Spieltag souverän 3:0 (3:0) bei US Sassuolo und setzten sich damit im Fernduell gegen den Stadtrivalen Inter durch. Inter siegte daheim 3:0 (0:0) gegen Sampdoria Genua und lag in der Endabrechung zwei Punkte hinter Milan.

Mit seinem 19. Scudetto zog AC mit Inter gleich, das im Vorjahr den Titel geholt hatte. Rekordchampion Juventus Turin (36) hatte sich frühzeitig aus dem Meisterrennen verabschiedet und belegte wie 2020/21 nur Rang vier.

AC Mailand

Der französische Weltmeister Olivier Giroud (17./32.) und Franck Kessie (36.) machten für Milan früh alles klar. Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic (40), der für Giroud ins Spiel kam, wurde zum fünften Mal italienischer Meister. Mit Milan hatte er schon 2010/11 triumphiert, zuvor hatte er mit Inter dreimal den Scudetto geholt. Insgesamt kommt der Schwede auf zwölf Meistertitel in vier Ländern.

Inter mit dem in der 59. Minute eingewechselten Nationalspieler Robin Gosens, feierte durch Treffer des Ex-Bundesliga-Profis Ivan Perisic (49.) sowie Joaquin Correa (55./57.) ebenfalls einen ungefährdeten Sieg.

Das kleine und mit rund 21.500 Zuschauern gefüllte Mapei-Stadion in Reggio Emilia, Heimstätte Sassuolos, war fest in Milan-Hand. Die Fans aus der 150 Kilometer entfernten Metropole hatten mehr als 100.000 Ticketwünsche, die meisten blieben unerfüllt, viele Tifosi reisten ohne Eintrittskarte an. 

Fast folgerichtig kam es zu einigen Tumulten. Vor dem Spiel versuchten Milan-Anhänger, eine Polizeisperre zu durchbrechen, die Sicherheitskräfte reagierten mit Schlagstöcken.

Mit viel Dusel vermieden Altstar Franck Ribery und US Salernitana am letzten Spieltag den Abstieg und vollbrachten damit ein kleines Wunder. Die Süditaliener gingen zwar im Heimspiel gegen Udinese Calcio 0:4 (0:3) unter. Weil Konkurrent Cagliari Calcio bei Schlusslicht FC Venedig aber nur 0:0 spielte, reichte es zur Rettung. Noch zum Jahreswechsel hatten die Granata hoffnungslos zurückgelegen.

Ex-Bayern-Star Ribery wurde eingewechselt, die Zukunft des 39-Jährigen ist nach einer enttäuschenden Saison (kein Tor, drei Assists) offen. Neben Venedig und Cagliari stieg der FC Genua mit dem deutschen Trainer Alexander Blessin ab.