Verdacht der Geldwäsche :Alles noch viel schlimmer? Neue Vorwürfe gegen Ronaldinho

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Neuer Ärger für Ronaldinho. Richterin Clara Ruiz Diaz ordnete in der Hauptstadt Asuncion an, dass der 39-Jährige und sein Bruder Assis wegen der Einreise mit gefälschten Ausweisdokumenten in Vorbeugehaft genommen werden.

Medienberichten zufolge soll nun auch wegen Geldwäsche gegen den Ex-Star des FC Barcelona und des AC Mailand ermittelt werden.

Die Aufrechterhaltung der Haft hatte Staatsanwalt Osmar Legal mit der Fluchtgefahr begründet und "weil Brasilien seine Staatsbürger nicht ausliefert".

Den von den Verteidigern beantragten Hausarrest lehnte die Richterin ab. Zuvor konnten Ronaldinho und sein Bruder in mehrstündigen Verhören die Zweifel nicht ausräumen.

Beiden wird vorgeworfen, mit gefälschten Dokumenten in Paraguay eingereist zu sein. Beide wurden am Mittwoch auf dem Flughafen in Ascunsion mit falschen paraguayischen Reisepässen und Personalausweisen erwischt – obwohl sie legale Dokumente aus Brasilien bei sich hatten.

Eine Erklärung für die Dokumente konnte Ronaldinho nicht liefern.

Am Donnerstag wurde zwar eine Fälscherin verhaftet, doch ihre Geschichte beißt sich mit der des Ex-Fußballers, der behauptet, diese erst in Paraguay zugespielt bekommen zu haben und nicht schon in Brasilien.

Am Donnerstag hatte Staatsanwalt Federico Delfino noch erklärt, dass die beiden "Opfer ihres guten Glaubens" geworden seien und daher auf eine Anklage verzichtet.

Die übergeordnete Staatsanwaltschaft hatte dann die Haft beantragt. Nun haben die Behörden mehrere Tage Zeit, um die genauen Umstände aufzuklären.