FC Barcelona :Antoine Griezmann: "Messi sagte mir: 'Ich gehe mit dir bis in den Tod'"

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Unter Lionel Messi herrscht ein Terrorregime beim FC Barcelona. Diese drastischen Worte wählte Berater Eric Olhats jüngst, als er über die Probleme seines Ex-Schützlings Antoine Griezmann sprach.

Griezmann stellt nun klar, dass an den Unterstellung seines Ex-Agenten nichts dran ist. Lionel Messi habe ihm gegenüber versichert, dass er mit ihm zusammen "bis in den Tod gehen" würde, da man nun in einer Mannschaft spiele, erklärt Griezmann gegenüber MOVISTAR. Und dies spüre er auch nach wie vor.

Der sechsfache Weltfußballer habe sogar bedauert, dass er sich öffentlich über Griezmanns Absage an Barcelona im Sommer 2018 geäußert hatte. "Er fühlte sich schlecht weil er öffentliche Erklärungen dazu abgegeben hatte."

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Die Aussagen von Eric Olhats kritisiert Griezmann deutlich. "Die Aussagen meines ehemaligen Beraters schaden ebenso wie die meines Onkels.  […] Ich habe seit meiner Hochzeit keinen Kontakt mehr zu Eric. Er ist nicht gekommen, seitdem gibt es keine Beziehung mehr." Vor Messi habe er den "größtem Respekt. Ich habe Messi bereits gesagt, dass ich keine Beziehung zu ihnen habe.

Hintergrund


"Leo erzählte mir, dass er gekränkt war"

Griezmann hatte sich nach der Weltmeisterschaft gegen einen Wechsel ins Camp Nou entschieden und seine Entscheidungsfindung per TV-Dokumentation groß inszeniert. Dies kam bei vielen Barça-Fans und auch Lionel Messi nicht gut an. "Leo erzählte mir, dass er gekränkt war", verrät Griezmann.

Doch warum überhaupt die Doku? "Ich wollte den Menschen zeigen, wie ein Profi in einer solchen Situation lebt, ich wollte mich über keinen lustig machen. Viele Leute geben dir Tipps, aber am Ende musst du selbst entscheiden."

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Seine Eltern seien mit dem Verbleib im Wanda Metropolitano 2018 nicht einverstanden gewesen. "Meine Eltern waren wütend über die Entscheidung und den Dokumentarfilm. Sie wollten mich bei Barça sehen, aber ich war noch nicht bereit."

Ein Jahr später habe sich dann einiges geändert. Lucas Hernandez wurde an Bayern München verkauft, Abwehrchef Diego Godin wechselte zu Inter Mailand. Rodri verließ Atletico in Richtung ManCity.

Griezmann: "Es kam eine Zeit, in der ich eine Veränderung brauchte, wichtige Mannschaftskollegen wie Godín oder Lucas gingen. Das half mir bei der Entscheidung. Ich fühlte mich bereit, andere Dinge zu sehen."

Griezmann stellt klar: Kein Angriff auf Koeman

Griezmann hatte zuletzt Schlagzeilen geschrieben, als er im Lager der französischen Nationalmannschaft nach einer guten Leistung samt Treffer sagte, Nationaltrainer Didier Deschamps wisse, wie man ihn am besten einsetze.

Diese Aussagen wurden als Angriff auf Barça-Coach Ronald Koeman gewertet, der den Franzosen auf rechts außen und nicht zentral eingesetzt hatte. Griezmann beteuert aber: "Ich wollte Deschamps verteidigen, ich habe nicht über Koeman gesprochen, aber daraus wurde ein Streit konstruiert."

"Jeden Tag liest du etwas Negatives"

Zur Kritik der Medien sprach Griezmann Klartext: "Es gibt immer irgendetwas Negatives: Wenn es nicht um Leo geht, dann, dass ich wechseln will oder dass sie mich im Januar verkaufen wollen. Jeden Morgen stehst du auf und liest irgendwas Negatives."

In der Mannschaft habe er hingegen keine Probleme. "Ich habe Leo gesagt, dass ich reden werde, um die Dinge zu klären - obwohl mir das nicht gefällt. Ich brauche ein wenig die Hilfe von allen, den Fans, dem Verein - von meinen Mitspielern habe ich sie. Ich habe das Vertrauen des Trainers und in der Mannschaft geht es mir auch gut."

"Antoine Griezmann und Messi verstehen sich besser als je zuvor"

Auch Toni Juanmartí sieht keine Probleme zwischen Messi und dem Franzosen. "Er hat zu ihm vielleicht nicht ein so gutes Verhältnis wie zu Neymar, aber sie verstehen sich gut, besser als je zuvor", erklärte der Journalist gegenüber RAC1.