Rassistische Berichterstattung :Antoine Griezmann springt Ansu Fati zur Seite - Journalist entschuldigt sich

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Ansu Fati hatte am Mittwochabend eine astreine Leistung auf das Rasenviereck des Camp Nou gezaubert. Im ersten Spiel der Champions-League-Gruppenphase gegen Ferencvaros Budapest (5:1) überzeugte der Youngster des FC Barcelona mit einem Tor und einer Vorlage.

Die spanische Tageszeitung ABC, welche in Madrid ansässig ist, fiel im Nachgang mit rassistischen Anzüglichkeiten gegenüber Fati auf. "Ansu hat beim Laufen Ähnlichkeiten mit einer Gazelle", hieß es auf der Onlinepräsenz. "Er sieht aus wie ein junger, schwarzer Straßenverkäufer, die man auf dem Paseo de Gracia (Prachtboulevard in Barcelona; Anm. d. Red.) schreien hört, wenn die Polizei kommt."

Sehr daran gestoßen hat sich unter anderem Fatis Teamkollege Antoine Griezmann, der sich auf Twitter zu Wort meldete und dem Barça-Youngster mit einer deutlichen Botschaft den Rücken stärkte.

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"Ansu ist ein außergewöhnlicher Junge, der Respekt verdient wie jeder andere Mensch auch", schrieb Griezmann. "Nein zu Rassismus und Nein zu schlechten Manieren." Der Franzose blieb nach seiner durchwachsenen Leistung in der Liga übrigens gegen Ferencvaros ohne Einsatz.

Hintergrund


Journalist lenkt ein – und entschuldigt sich

Bei der Tageszeitung sah man nach einem Shitstorm in den Sozialen Medien ein, dass die Berichterstattung nicht in Ordnung war. Journalist Salvador Sostres entschuldigt sich für seine Wortwahl.

Er habe einige Ausdrücke genutzt, um Fati zu loben, die als  rassistische Abwertung bezeichnen worden seien, erklärt Sostres: "Doch dies entspricht in keinster Weise meiner Absicht. Meine Meinung über den Spieler ist sehr positiv. Das habe ich auch in vielen Berichten über ihn, seit er debütiert hat, geschrieben. Ich bedaure das Missverständnis sehr und entschuldige mich bei allen, die sich beleidigt gefühlt haben können."