Arsene Wenger :Kein Vorwurf an Walcott nach Geste gegen Fans

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Als Theo Walcott kurz vor Spielende verletzt vom Spielfeld getragen werden musste, ließ er sich zu einer kleinen Geste in Richtung der Spurs hinreißen. Der Stürmer zeigte den Spielstand mit seinen Händen und lächelte dabei.

Sein Coach Arsene Wenger nimmt es ihm nicht übel. "Der Arzt sagte mir, dass er mit Münzen beworfen wurde, deshalb hat er das getan", erklärte der Coach nach dem Spiel: "Was er tat, war nicht schlimm. Es war eine Reaktion, die niemanden beleidigt. Ich habe die Bilder gesehen und er sah nicht einmal aggressiv aus. Er hat dabei gelacht."

Ob der englische Fußballverband ihn nun sperrt, weiß auch Wenger nicht. "Wenn sie sagen, es war eine Beleidigung, was soll ich dann machen?", frage er die Journalistenrunde und ergänzte: "Mir wäre es lieb, wenn sie ihn nicht bestrafen und er nicht verletzt wäre."

Walcott musste wegen eines "Knieproblems" den Platz verlassen. "Wir wissen nicht ob es eine Bänderdehnung ist oder ob es nur ein Schlag war. Er musste zwei Tritte einstecken", erklärte Wenger: "Wenn er länger ausfallen sollte, haben wir ein Problem."

Da auch Nicklas Bendtner "für einen Monat ausfällt" und Olivier Giroud "angeschlagen" war, stellte sich schnell die Frage nach kurzfristigen Verstärkungen. "Im Moment schaue ich, wer draußen herumläuft und an die Tür klopft", erklärte Wenger, "aber ehrlich, finden wir denn bessere Spieler als jene, die wir haben?"

Hintergrund


Eine kurze Zeit könnte der Franzose sicher auch auf die eigene Jugend setzen. So spielte der junge Deutsche Serge Gnabry erneut in der ersten Mannschaft und habe dies "sehr gut gemacht", lobte Wenger.

Der gebürtige Stuttgarter legte ein Tor auf und durfte sich nach der Partie eines prominenten Fans erfreuen. "Ich bin ein großer Befürworter von Serge, ich habe ihn schon letzte Saison reingebracht", erklärte Wenger: "Aber ich will keine Superstars für ein Spiel erschaffen. Das Spitzenniveau erreicht man mit Beständigkeit. Ich glaube, er hat das Zeug dazu."