Atletico Madrid :Heftige Kritik: Filipe Luis rechnet knallhart mit den heutigen Jungstars ab

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Wenn das Training vorbei ist, der Nachmittag frei, dann macht der Brasilianer "nichts Spektakuläres", wie er der EL MUNDO verriet.

Die Kinder abholen, mal Essen gehen, Filme schauen. "Es ist nicht das Leben eines Rockstars", verrät der 31-malige brasilianische Nationalspieler.

Doch bei Filipe Luis war das auch nicht immer so. Als junger Spieler habe er sich selbst nie wirklich finden können, suchte bei Partys sein Glück.

"Ich hatte Momente, in denen ich mehr weggegangen bin und getrunken habe, als ich vielleicht gesollt hätte. Zum Glück hat mich mein Vater zurück auf den richtigen Weg gebracht."

Bei Deportivo La Coruna (130 Partien zwischen 2006 und 2010) konzentrierte sich der Defensivspezialist endlich auf den Fußball.

Mit 279 Pflichtspielen ist er inzwischen eine feste Größe bei Atletico Madrid. Und er weiß, was er am Leben hat.

"Ich habe das große Glück, weil ich 'wenig arbeite'. Mit großem Druck, aber wenigen Stunden und sehr gut bezahlt. Und um mich herum sehe ich das Leben der normalen Leute. Ich weiß, was da läuft", gesteht er.

Das sei bei manchen jungen Spielern ganz anders: "80 Prozent der Spieler leben in einer Blase. Vor allem die jungen, die versuchen, ihre Idole zu imitieren. Sie glauben, wenn sie mit einem Marken-Kulturbeutel unter dem Arm, 400-Euro-Schuhen und acht Tattoos herumlaufen, sind sie Stars und dass die Leute sie deswegen respektieren. Sie vergessen die echte Welt."

Ähnlich äußerte sich Manchester Uniteds Juan Mata im April 2016. Der Spanier spendet nun einen Prozentsatz seines Gehalts für einen guten Zweck.