Ausschreitungen in Argentinien :Angriff auf Tevez und Co.: Copa-Finale abgesagt und verschoben

carlos tevez 2015
Foto: Cosmin Iftode / Dreamstime.com
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Mehrere Profis der Boca Juniors, die am Sonnabend im Stadtderby gegen River Plate antreten sollten, erlitten Schnittwunden und Atembeschwerden, als ihr Bus am Samstag von Fans des Erzrivalen angegriffen wurde. Auch Reizgas der Polizei hätten sie abbekommen, heißt es.

Carlos Tevez stellte sich nach dem Angriff den Medien, als noch alles darauf hindeutete, dass das Spiel mit einer rund zweistündigen Verspätung doch noch angepfiffen werden soll.

"Wir werden gezwungen ein Spiel zu spielen, obwohl wir Teamkollegen haben, die nicht im besten Zustand sind", erklärte der frühere Stürmer von Manchester City bei FOX SPORTS ARGENTINA.

So musste Bocas Kapitän Pablo Perez ins Krankenhaus gebracht werden, wo eine Augenverletzung des Mittelfeldspielers festgestellt wurde.

Laut Medienberichten soll neben dem südamerikanischen Verband Conmebol auch die Fifa um Boss Gianni Infantino auf den Anpfiff am Samstag bestanden haben.

Sie drohten River Plate und Boca Juniors bei Nichtantritt mit Disqualifikation und lange Sperren.

Später gab Alejandro Domínguez, Conmebol-Chef, bekannt, dass keiner der beiden Vereine antreten wolle und man daher das Rückspiel in der südamerikanischen Champions League auf Sonntag verlegt habe. Das Hinspiel im Boca-Stadion war 2:2 (2:1) ausgegangen.

Seit 2013 sind in Argentinien keine Gästefans mehr in Stadien zugelassen. Hintergrund dieser Entscheidung sind zahlreiche gewalttätige Ausschreitungen.