"Hand in der Kasse" :Barça-Beben geht weiter: Neue Vorwürfe gegen Bartomeu und Co.

josep maria bartomeu camp nou
Foto: Natursports / Shutterstock.com

Die beiden Vizepräsidenten Emili Rousaud (54) und Enrique Tombas (52) sowie Silvio Elias (71), Maria Teixidor (44), Josep Pont (75) und Jordi Clasamiglia (60) haben ihren Rücktritt unter anderem mit Mängeln bei der Aufarbeitung des "Barcagates" begründet.

Präsident Josep Maria Bartomeu soll ein Beraterunternehmen bezahlt haben, um aktuelle und ehemalige Vereinsmitarbeiter sowie Präsidentschaftskandidat Victor Font in den sozialen Medien zu diffamieren.

Bartomeu bestätigte, die Firma beauftragt zu haben, allerdings nicht für eine derartige Kampagne, sondern nur zum Monitoring der Stimmungslage in den Sozialen Netzwerken.

Emili Rousaud erhebt nun in einem Interview Korruptionsvorwürfe. "Ich glaube, jemand hat seine Hände in der Kasse", sagte er dem Radiosender RAC1.

Hintergrund


Denn das Beraterunternehmen I3 Ventures habe eine Million Euro erhalten für einen Job, der sonst 100.000 Euro koste. "Ich weiß nicht, wer das tut, aber man kann einen Verdacht haben…", so Rousaud.

Der Barça-Vorstand wehrt sich gegen die Vorwürfe. "In Anbetracht der schwerwiegenden und unbegründeten Anschuldigungen, die Emili Rousaud, ehemaliger institutioneller Vizepräsident des Klubs, heute Morgen in verschiedenen Interviews mit den Medien erhoben hat, bestreitet der FC Barcelona kategorisch jede Aktivität, die als Korruption bezeichnet werden kann, und behält sich daher das Recht vor, entsprechende rechtliche Schritte einzuleiten", teilte der Klub mit.

Der FC Barcelona kündigte indes an, dass die Wirtschaftsprüfungsfirma PriceWaterCoopers (PWC) beauftragt worden sei, die Situation rund um den Vertrag mit I3 Ventures zu untersuchen.

"Die Untersuchung ist noch in Arbeit, demzufolge können noch keine Schlussfolgerungen gezogen werden, wobei der Klub seit Beginn des Prozesses alle vom PWC angeforderten relevanten Informationen zur Verfügung gestellt hat", heißt es in dem Statement weiter.

Neuwahlen der Vereinsspitze, so wie von den zurückgetretenen Direktoren gefordert, soll es offenbar nicht geben. 2021 stehen reguläre Präsidentschaftswahlen an.

Derweil wird deutlich, dass nicht alle zurückgetretenen Vorstandsmitglieder die Meinung Rousauds teilen. "Solche Anschuldigungen beeinträchtigen die Ehre und Glaubwürdigkeit des Vorstands und jedes seiner Mitglieder", erklärte Jordi Calsamiglia über die Vorwürfe gegen Bartomeu.

Das Ex-Vorstandsmitglied: "Ich hatte das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt ist, meinen Rücktritt zusammen mit den anderen zu erklären, aber das heißt nicht, dass wir alle die gleichen Gründe für den Rücktritt haben."

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