Zoff nach Transfer :Barça verkündet Griezmann-Deal - Atleti verlangt 200 Mio

Foto: Jose Breton- Pics Action / Shutterstock.com
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Der FC Barcelona hat die Verpflichtung  von Antoine Griezmann verkündet.

"Der FC Barcelona hat die 120-Millionen-Ausstiegsklausel bezahlt, um Antoine Griezmann von Atlético Madrid zu bekommen", teilten die Katalanen am Freitagnachmittag mit.

Medienberichten zufolge hat Griezmann im Vergleich zu seinem bisherigen Verdienst bei Atletico Madrid (23 Mio. netto pro Jahr) einem Gehaltsverzicht zugestimmt, um für Barça auflaufen zu können.

Bei Barça soll er 17 Mio. pro Jahr bekommen. Griezmann unterschreibt bei den Katalanen einen Vertrag bis 2024.

Das Arbeitspapier wird mit einer Ausstiegsklausel über 800 Millionen Euro ausgestattet.

Damit hat Griezmann die höchste aller festgeschriebenen Ablösesummen bei den Katalanen. Am nächsten kommen ihm Lionel Messi (31, 700 Mio.) und Gerard Pique, Sergi Roberto und Samuel Umtiti (alle 500 Mio.).

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Griezmann wolle beim FC Barcelona "einen weiteren Schritt in seiner Karriere machen, mit dem Ziel seinen Platz als einer der besten Spieler der Welt zu festigen", heißt es in Barcelonas Mitteilung.

Atletico Madrid hat die Einnahmen für Griezmann bereits verplant. Für 127 Millionen Euro lotste man Supertalent Joao Felix (19) von Benfica Lissabon ins Wanda Metropolitano.

Allerdings müssen die Colchoneros die Ablöse nicht auf einen Schlag entrichten, sie einigten sich mit Benfica auf eine Ratenzahlung.

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Diese schwebte auch Barça vor, Atletico Madrid ließ allerdings nicht mit sich reden, weil man verärgert über Barcelonas Kontaktaufnahme zu Griezmann mitten in der Saison war.

Barcelona muss die 120 Millionen Euro Ablöse daher auf einen Schlag entrichten und hat nun ein Transferminus von 126 Millionen Euro in dieser Transferperiode angehäuft.

Zuvor hatten sich die Ausgaben (113 Millionen für Frenkie de Jong, Neto und Emerson) und die Einnahmen (106 Millionen für Andre Gomes, Jasper Cillessen, Paco Alcacer, Denis Suarez, Emerson, Cardona, Marc Cucurella, Sergi Palencia) in etwa die Waage gehalten.

Um auf dem Transfermarkt nun andere Ziele ins Visier zu nehmen (Matthijs de Ligt, Neymar), müssen die Katalanen zunächst Einnahmen verzeichnen.

Als Verkaufskandidaten werden Ivan Rakitic, Ousmane Dembele, Philippe Coutinho, Malcom, Arturo Vidal, Samuel Umtiti und Nelson Semedo gehandelt.

Womöglich fällt das Transferminus der Katalanen noch viel höher aus, zumindest wenn es nach Atletico Madrid geht.

Denn die Colchoneros geben sich mit der 120-Mio-Ablöse nicht zufrieden und verlangen offenbar 200 Millionen Euro.

Die 120 Millionen Euro würden "nicht ausreichen", um Griezmanns Klausel zu aktivieren, teilte Atletico Madrid nach Barcelonas Bekanntgabe des Wechsels mit.

Der Grund: Barça und der Franzose hätten sich bereits vor dem Sinken von Griezmanns Ausstiegsklausel geeinigt.

Atleti drückt es so aus: "Atletico Madrid glaubt, dass diese Summe nicht ausreicht, um seiner Klausel gerecht zu werden, da es offensichtlich ist, dass die Vereinbarung zwischen Spieler und dem Football Club Barcelona geschlossen wurde, bevor die Klausel von 200 auf 120 Mio. Euro reduziert wurde."

Griezmann habe schließlich auch am 14. Mai seinen Abschied von Atleti angekündigt.

Atleti geht nun offenbar den Rechtsweg. Man habe bereits Verfahren eingeleitet, die man zur Verteidigung seiner legitimen Rechte und Interessen für angemessen erachte, so der Hauptstadtklub.

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