FC Barcelona :Barça statt Bayern: Warum Deco in Spanien und nicht in der Bundesliga landete

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Foto: Latinphoto/Amorim / imago images

"Der Deco ist einer für den FC Bayern, wir stehen in Verhandlungen", hatte der damalige Präsident des FC Bayern, Franz Beckenbauer, erzählt. Der seinerzeit 26-jährige Deco bestätigte sein Vorhaben, den FC Porto verlassen zu wollen.

Im Buch "Die Paten der Liga" berichtet Deco über Offerten des FC Chelsea und des FC Bayern. Deco sei sich sicher gewesen, dass er nicht zu Chelsea wechseln wolle. Sein damaliger Trainer Jose Mourinho, mit dem Porto 2004 überraschend die Champions League gewann, hatte sich den Blues angeschlossen und wollte Deco mitnehmen.

Deco hatte sich schon darauf eingestellt, seinem Beruf zukünftig im Bayern-Trikot nachzugehen: "Mein Agent sagte mir, was sie mir geben wollten. Alles klang gut. Ich sah mich damals schon als Bayern-Spieler." Decos Berater war der schon damals bestens vernetzte Jorge Mendes, der eines Tages beim FC Barcelona erschien. Barça hatte zu jener Zeit nicht mal Interesse, mit Deco zusammenzuarbeiten.

Jorge Mendes sprach beim damaligen Vereinspräsidenten Joan Laporta vor, der ihm allerdings nur wenige Minuten gewähren ließ. Mendes versuchte in der kurzen Zeitspanne erst gar nicht, sich um Kopf und Kragen zu reden. Stattdessen legte der Berater eine CD mit Porto-Fangesängen auf.

Hintergrund


"Oh Deco, oh Deco - du bist der beste Spieler der Welt", schmetterten tausende Fans lautstark. "In den nächsten Tagen hat Mendes mir diese CD gefühlte 50 Mal vorgespielt. Immer und immer wieder musste ich es mir anhören. Am Ende war ich so heiß auf den Jungen, dass ich ihn haben wollte", erinnert sich Laporta.

Wenn Barça rufe, gebe es keine Alternative, erklärt Deco seinen Entscheidung gegen die Bayern und pro Barcelona. Barça zahlte 21 Millionen Euro Ablöse. Mit den Blaugrana gewann er 2005/06 zum zweiten Mal in seiner Karriere die Champions League.