FC Barcelona :Barça-Trainerwechsel: Das sagen Bartomeu, Eric Abidal und Quique Setien

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Nach dem Aus im Supercup war der Druck zu groß geworden. Die Katalanen zogen die Reißleine und entließen Ernesto Valverde – Tabellenführung in der Primera Divison und Erreichten des Achtelfinales in der Champions League spielten dabei keine Rolle mehr.

"Es hat sich eine Dynamik entwickelt", blickte Barça-Boss Josep Maria Bartomeu auf die zurückliegenden Wochen zurück, "die nicht sehr gut war."

Alle Seiten hätten zwar miteinander über Lösungen gesprochen, aber dann musste man doch die Entscheidung der Trennung fällen.

Josep Maria Bartomeu weiter: "Wir denken, dass das das Beste für die Mannschaft ist und ihr noch einmal einen Schub für die zweite Saisonhälfte geben wird."

Dabei vergaß der Präsident des FC Barcelona nicht die Arbeit Ernesto Valverdes zu erwähnen.

"Ich mochte seine Arbeit sehr, in der Liga und in der Champions League stehen wir schließlich gut da. Aber der Moment für eine Veränderung war einfach gekommen."

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Schon in der Vorsaison hätte es Gerüchte gegeben, dass Valverde seinen Job verlieren könnte.

"Aber damals haben wir an ihn geglaubt und uns hinter ihn gestellt. Ich mag ihn als Person und wir sind als Freunde auseinander gegangen und respektieren ihn sehr", betonte Bartomeu.

Valverde hatte das Traineramt beim FC Barcelona im Sommer 2017 übernommen und in zwei Spielzeiten zwei Meisterschaften sowie einen Pokal sowie die Supercopa gewonnen. In der Champions League schied er mit seinem Team jedoch zweimal sang- und klanglos im Viertelfinale/Halbfinale gegen Rom bzw. Liverpool aus.

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Quique Setien erhält einen Vertrag bis 2022. Es gibt aber eine Ausstiegsklausel. Entsprechende Medienberichte bestätigte Bartomeu.

"Setien hat einen Vertrag bis 2022, aber es existiert eine Klausel für das Jahr 2021, denn da steigen Präsidentschaftswahlen", so der Funktionär.

Dass es Gespräche mit Xavi und Quique Setien gab, habe Valverde nicht überrascht, beteuert Bartomeu.

"Für ihn war das keine Überraschung, denn wir hatten mit ihm gesprochen, er wusste, dass wir uns mit anderen Trainern über die Zukunft unterhalten würden. Wir haben das mit Diskretion getan, es wurde nicht publik gemacht - doch ein Name kam dann heraus", so Bartomeu.

Quique Setien zeigte sich hocherfreut über seine Mission: "Niemals in meinen wildesten Träumen hätte ich mir vorstellen können, dass ich hier sein würde. Das ist etwas ganz Besonderes."

Er sei gestern noch im Dorf an einer Kuhwiese vorbeispaziert, ergänzte Setien: "Heute bin ich hier in Barças Ciutat Esportiva und trainiere die besten Spieler der Welt."

Quique Setien wolle alle Titel gewinnen - und setzt dabei auch auf Lionel Messi, den der Coach bereits mehrfach als besten Fußballer der Welt bezeichnet hat.

"Ich habe einigen Spielern - nicht nur Messi - gesagt, dass er ein besonderer und einzigartiger Fall ist. Es tut mir nicht weh zu sagen, dass ich diese letzten zwölf bis vierzehn Jahre vor dem Fernseher genossen habe, als ich dieses Team und diese Spieler sah, die mich den Fußball genießen ließen", betonte der Ex-Betis-Trainer.

Und weiter: "Jetzt, da ich den besten Spieler der Welt und seine Mannschaftskameraden trainieren darf, weiß ich immer noch nicht, was das genau bedeutet. Die Beziehung wird großartig sein; sie werden sehen, dass ich aufrichtig und direkt bin und dass wir sie davon überzeugen werden zu arbeiten, weil sie das Talent dazu haben."

Sportdirektor Eric Abidal schwärmt in den höchsten Tönen vom neuen Cheftrainer der Katalanen.

Ein "wichtiger Aspekt" für die Verpflichtung Setiens sei dessen Spiel-Philosophie gewesen, so der Manager. Zudem sei Setien kommunikativ, detailversessen und arbeite gut mit den Spielern zusammen.

"Es erinnert mich sehr an meine Barca-Ära, in der Details wichtig waren, um Titel wie die Champions League oder die League zu gewinnen", führte der ehemalige französische Nationalspieler aus.

Präsident Josep Maria Bartomeu lobte ebenfalls den Coaching-Ansatz Quique Setiens, der der Idee von Barca entsprechen würde.

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