FC Barcelona :Bartomeu bleibt im Amt: "Schlechter Zeitpunkt" für einen Rücktritt

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Foto: Agencia EFE / imago images

Josep Maria Bartomeu bleibt entgegen anderslautender Gerüchte  weiter im Amt. Das verkündete der umstrittene Präsident am Montag nach einem Vorstandstreffen des FC Barcelona. Zuvor hatte die Gerüchteküche gebrodelt, ein Rücktritt Bartomeus stehe bevor.

"Jeden Tag müssen Entscheidungen getroffen werden. Es wäre eine schlechte Zeit, den Verein in die Hände eines Übergangsmanagers zu legen", begründete Bartomeu seine Entscheidung.

Gegen Bartomeu und dessen Gefolgsleute läuft ein Misstrauensvotum. Nach Auszählung der Stimmen muss statutengemäß innerhalb von 20 Tagen eine Abstimmung über die Absetzung des Vorstands einberufen werden. Diese Frist läuft bald ab.

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Der Barça-Vorstand hat einen Antrag auf Verlegung des Votums auf den 15. und 16. November eingereicht, Kataloniens Regierung lehnte diesen jedoch ab. Dass das Misstrauensvotum am 1.und 2. November abgehalten wird, ist laut Bartomeu unmöglich: "Wir haben nicht die Zeit, alles logistisch vorzubereiten. Wir brauchen mindestens 15 Tage, das ist das Minimum."

Hintergrund


Bartomeu und Co. haben angesichts der angespannten Corona-Lage einen weiteren Antrag auf Verlegung eingereicht, um "sicherzustellen, dass alle Klubmitglieder sicher sind und ihr Recht zu wählen ausüben können."

Josep Maria Bartomeu: Spätestens im März 2021 muss er gehen

Um Bartomeu aus dem Amt zu heben, muss eine Zweidrittelmehrheit der Socios gegen den Präsidenten stimmen. Sollte Bartomeu das Misstrauensvotum gewinnen, endet seine Amtszeit im März 2021. Dann finden reguläre Präsidentschaftswahlen statt. Bartomeu darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.