Was ausschlaggebend war :Bayern-Abgang von Toni Kroos: Rummenigge packt aus

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Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com

Während seiner eineinhalbjährigen Ausleihe zu Bayer Leverkusen schaffte Toni Kroos den Bundesliga-Durchbruch. Nach seiner Rückkehr zum FC Bayern und dem 2014 gewonnen Titel bei der Weltmeisterschaft in Brasilien kam es jedoch zur für vielen unverständlichen Trennung.

"Toni wollte genauso viel verdienen wie Götze"

"Wir hatten damals eine Diskussion mit Toni und seinem Berater Volker Struth. Toni wollte genauso viel verdienen wie Götze", skizziert Karl-Heinz Rummenigge in der BILD das damalige Szenario. Mario Götze war ein Jahr zuvor von Borussia Dortmund an die Säbener Straße gewechselt und dort mit Antritt einer der Topverdiener geworden.

"Toni war ein Eigengewächs und war ein Stück darunter angesiedelt", erklärt Rummenigge, der anfügt: "Dann kam die Forderung: Entweder sind wir bereit, den gleichen Betrag auf den Tisch zu legen, oder er geht." Kroos' Vertrag war damals nur noch ein Jahr gültig, so dass einem Wechsel zu Real Madrid letztendlich zugestimmt wurde.

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Foto: cristiano barni / Shutterstock.com

Die Bayern strichen seinerzeit 25 Millionen Euro ein. "Die Ablöse von 25 Millionen Euro ist natürlich nicht vergleichbar mit den 222 Millionen für Neymar, aber es war eine andere Zeit", betont Vorstandschef Rummenigge.

Hintergrund


"Mit der Summe, die er forderte, wäre er absoluter Topverdiener gewesen"

Als Irrtum versteht der Münchner Manager die damalige Entscheidung auch sechs Jahre später nicht. "Wir haben uns ganz bewusst so entschieden. Mit der Summe, die er forderte, wäre er absoluter Topverdiener gewesen. Das war zu der Zeit finanziell für uns ein Kraftakt", so Rummenigge.

An der Concha Espina ist Kroos zu einem der besten Mittelfeldspieler der Welt aufgestiegen, mit den Blancos gewann er dreimal die Champions League. Etwas Schlechtes hatte Rummenigge Kroos nie gewünscht, im Gegenteil: "Spieler kommen und gehen. Es findet immer ein kontinuierlicher Wechsel statt, den man will und auch braucht."

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