FC Augsburg Bayern: Kabinett beschließt Geisterspiele

sid/17197544d2ca0eee41c6dbc49d97ade15161c1de
Foto: FIRO/FIRO/SID/

Dies beschloss das bayerische Kabinett am Freitag auf einer Sitzung. Die Verschärfung der Regelungen betreffe den "Profisport für überregionale Ligen", wie Ministerpräsident Markus Söder ankündigte.

Betroffen sind im Fußball damit zunächst Bundesligist FC Augsburg, der am Samstag (15.30 Uhr/Sky) den VfL Bochum empfängt, und Zweitligist 1. FC Nürnberg, der ebenfalls am Samstag (13.30 Uhr/Sky) gegen Holstein Kiel spielt. Wie lange die Regelungen gelten sollen, sagte Söder am Freitag nicht. Am Donnerstag hatte er jedoch angedeutet, sie sollten zunächst bis Jahresende Bestand haben.

"Dass wir in der Allianz Arena nun wieder vor leeren Rängen spielen müssen, trifft uns hart", sagte Jan-Christian Dreesen, stellvertretender Vorstandschef des FC Bayern, der 2021 noch drei Pflicht-Heimspiele hat: "Ohne unsere Fans im Stadion ist der Fußball nur halb so schön, ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Folgen." Man müsse die Entscheidung akzeptieren, obwohl im klubeigenen Stadion "alles für die Gesundheit der Besucher getan" würde.

FC Augsburg

Besonders stark betroffen von den Beschlüssen sind die Deutsche Eishockey Liga (DEL), in der gleich fünf Klubs aus Bayern spielen (Augsburg, Ingolstadt, München, Nürnberg, Straubing), sowie die Basketball Bundesliga (BBL) mit den vier Vereinen aus Bamberg, Bayreuth, München und Würzburg. Im Handball ist Bayern durch den HC Erlangen in der Bundesliga vertreten.

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, dass maximal 50 Prozent der Besucher-Kapazitäten genutzt werden dürfen. Im Freien sind höchstens 15.000 Zuschauer zugelassen, in Sporthallen bis zu 5000 Zuschauer. Söder hatte beklagt, dass sich nicht alle Länder seinem Wunsch nach Geisterspielen anschließen wollten.