Borussia Dortmund :BVB-Boss Watzke rät Erling Haaland von Real Madrid ab

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In den letzten Wochen, als Erling Haaland wegen eines Muskelfaserrisses passen musste, wurde deutlich, wie abhängig Borussia Dortmund von seinem Stürmer ist. Von zwölf möglichen Punkten holte der BVB in Haalands Verletzungszeitraum lediglich vier.

Seine überragenden 17 Tore lassen die internationale Konkurrenz auf den Plan treten. Es gibt inzwischen keinen europäischen Topklub, dem kein Interesse nachgesagt wurde. In der schwarz-gelben Führungsetage ist man dennoch überzeugt, dass Haaland nicht in Richtung einer Klubveränderung strebt.

"Ich glaube nicht, dass das passieren wird", sagt Klubchef Hans-Joachim Watzke dem KICKER. Sowohl der hoch ambitionierte Norweger wie auch dessen geschäftiger Berater Mino Raiola würden nach Watzke-Ansicht wissen, "was sie an uns haben". Aus dieser Selbstsicherheit heraus diktiert der BVB-Boss ins Gesprächsprotokoll eine Empfehlung, die er Haaland mit auf dem Weg geben möchte.

Er solle es so machen wie Robert Lewandowski, befindet Watzke. Der habe sich damals die Zeit gegeben, um in Dortmund zum Weltklassespieler zu reifen, was einem nicht in einem Jahr gelinge: "Denn klar ist, wenn Erling uns irgendwann verlassen sollte, dann geht er nur zu einem noch größeren Klub."

Hintergrund


Klar ist, im internationalen Vergleichen kommen freilich nur die absoluten Branchenführer für einen Transfer in Frage. Der wird aber wohl noch etwas auf sich warten lassen. In Haalands bis 2024 gültigem Vertrag soll zwar eine Ausstiegsklausel eingewoben worden sei. Die soll aber erst ab Sommer 2022 aktiviert werden können.

"Wenn du zu einem Klub wie – nur um ein Beispiel zu nennen – Real Madrid gehst, musst du schon Weltklasse sein, denn jeder Spieler im Offensivbereich ist davon abhängig, dass ihm die anderen zuliefern und ihn defensiv entlasten", sagt Watzke. "Je größer du bist, desto einfacher wird es."