Borussia Dortmund :Dortmund bestätigt Dahoud-Deal - Wer muss für ihn weichen?

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Foto: Cosmin Iftode / Dreamstime.com
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In den vergangenen Wochen hatten sich die Schwarz-Gelben als Favorit im Rennen um den von vielen Top-Klubs gejagten Gladbacher Mittelfeldakteur herauskristallisiert, nun gibt es Gewissheit.

Sowohl Borussia Mönchengladbach, als auch Borussia Dortmund gaben den Transfer am Donnerstag bekannt. Dahoud unterschreibt beim BVB bis 2022.

"Mo Dahoud ist ein hochtalentierter und spannender Spieler für das zentrale Mittelfeld, den wir seit mehreren Jahren sehr intensiv beobachten. Er hat bereits nachgewiesen, dass er auf Top-Niveau spielen kann", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

Über die Höhe der Ablösesumme machten beide Vereine keine Angaben. Sie soll sich Medienberichten zufolge auf zehn Millionen Euro belaufen. Durch Boni kann sie bis auf 15 Millionen Euro ansteigen.

Während sich Manager Michael Zorc über das Kommen des Youngsters freut, dürften einige Mittelfeldakteure im Kader der Schwarz-Gelben nun um ihre Zukunft bangen.

Hintergrund


Denn sicher ist: Die Verpflichtung des 21-Jährigen wird bei Borussia Dortmund im kommenden Sommer zu Abgängen im zentralen Mittelfeld führen.

Erster Verkaufskandidat dürfte Nuri Sahin (Vertrag bis 2018) sein. Der Spezialist für die Mittelfeldzentrale spielt bereits aktuell kaum eine Rolle – sein Abschied zum Saisonende scheint wahrscheinlich.

Aber auch Sebastian Rode muss sich wohl Gedanken machen. Der Neuzugang aus dem vergangenen Sommer, der vom deutschen Rekordmeister Bayern München kam, konnte bisher noch nicht überzeugen.

Oder muss Mikel Merino (20) gehen?  Der Spanier kommt bisher nur auf sieben Einsätze in dieser Spielzeit. Womöglich kommt es zu einer Ausleihe. Der U21-Nationalspieler ist in seiner Heimat begehrt.

Auch Matthias Ginter wird sich wohl Wechselgedanken machen. In der Innenverteidigung kommt mit Ömer Toprak zur neuen Saison ein neuer Hochkaräter als Konkurrent.

Auf Ginters Ausweichposition im zentralen Mittelfeld heuert mit Dahoud nun ein weiterer Rivale in Dortmund an. Gut möglich, dass Ginter Konsequenzen zieht und den Signal Iduna Park verlassen will.

Aus der Reihe der offensiven Mittelfeldspieler könnte es Shinji Kagawa erwischen. Der Japaner kam zwar zuletzt wieder häufiger zum Einsatz, das war aber auch der personellen Situation geschuldet.

Grundsätzlich gilt: Der flinke Asiate konnte seit seiner Rückkehr von Manchester United nicht mehr an alte BVB-Glanzzeiten anknüpfen. Sein Vertrag läuft 2018 aus.