Borussia Dortmund

Ex-BVB-Ass Torsten Frings grübelt noch heute über Matthias Sammers Trainingsmethoden

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Foto: / Getty Images

Als Frings 2002 in Dortmund ankam, hatte das Team gerade erst die deutsche Meisterschaft gewonnen und den Titel im UEFA-Cup durch eine Finalniederlage gegen Feyenoord Rotterdam (2:3) nur knapp verpasst.

Für den einstigen Nationalspieler war der Erfolg der Schwarz-Gelben in der Arbeit von Trainer Sammer begründet. "Matthias war seinen Kollegen zur damaligen Zeit weit voraus", erklärte Fringe gegenüber transfermarkt.de. "Er hat vieles im Fußball hinterfragt, hat viele wissenschaftliche Einflüsse mit ins Training gebracht."

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Mit dem Vorgehen seines Coaches war der heute 45-Jährige aber nicht immer einverstanden. Vorwiegend, weil sich ihm der Sinn dahinter nicht erschloss. Der akribische Sammer rief Frings beispielsweise an dessen freien Tagen an.

Wenn der Spieler seinen Coach dann daran erinnerte, dass er ausnahmsweise einmal ausspannen dürfe, entgegnete der Dresdener: "Egal, mein Bauchgefühl sagt mir, deinem Körper würde es gut tun, wenn du ins Trainingszentrum kommst." Gesagt, getan. Nach rund 20 Minuten Joggen beendete Sammer dann allerdings kurzfristig die Einheit und entließ seinen verdutzten Spieler wieder.

"Ich habe nie erfahren, was er genau damit bezwecken wollte, aber ich habe daraus für mich gelernt, mein Handy an freien Tagen immer auszuschalten", schilderte Frings weiter. Trotz dieser kuriosen Methoden arbeitete der frühere Profi gerne mit Sammer zusammen und verließ die Borussia erst 2004 nach dem Abgang seines Trainers.