BVB-Boss Watzke :"Jadon Sancho hatte sich schon ein wenig auf einen Wechsel eingestellt"

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In der vergangenen Saison hatte Jadon Sancho in der Bundesliga jeweils 17 Tore und Vorlagen gesammelt. In 32 Spielen. In der laufenden Runde kam der schnelle Flügelstürmer vor dem 14. Spieltag auf null Tore. Das sollte sich gegen die Wölfe ändern.

Zunächst lieferte Sancho die Vorlage für den Führungstreffer durch Manuel Akanji (66.), in der 91. Spielminute schloss er dann einen Konter eiskalt selbst ab.

Jadon Sancho hätte sein Trefferkonto zuvor bereits füllen können, scheiterte jedoch mit einem Abstauber nach einem Versuch von Erling Haaland, der nach Verletzungspause sein Comeback feierte.

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"Jadon hatte sich unterbewusst womöglich schon ein wenig auf einen Wechsel eingestellt"

In Dortmund hoffen die Verantwortlichen nun, dass der Knoten bei Sancho geplatzt ist. Den bisherigen Leistungsabfall in der Saison 2020/2021 erklärt sich Aki Watzke zumindest teilweise mit den Folgen des vergangenen Transfersommers und dem Verbleib beim BVB.

"Jadon hatte sich unterbewusst womöglich schon ein wenig auf einen Wechsel eingestellt", blickt der Vereinsboss im KICKER auf das Interesse von Manchester United und Co. zurück: "Ich glaube, darüber hatte er sich zumindest so viele Gedanken gemacht, dass er seine Leichtigkeit verloren hat."

Hintergrund


Den Einsatz spricht Watzke dem schnellen Flügelflitzer nicht ab: "Ich empfinde ihn aber seit Wochen als sehr bemüht". Der Unterschied zuletzt zur Vorsaison: Sancho denke zu viel über die nächste Aktion  nach.

"Je mehr man sich als Kreativer bemüht, desto schwieriger wird es oft"

"Jetzt überlegt er. Und die Zehntelsekunde, die ihm dadurch fehlt, ist häufig genau die, in der ihm der Gegenspieler dann schon auf den Füßen steht. Je mehr man sich als Kreativer bemüht, desto schwieriger wird es oft", so der BVB-Geschäftsführer.

Watzke ist sich sicher, dass der Rechtsaußen wieder dauerhaft in die Spur findet: "Ich denke, er benötigt zwei, drei Erfolgserlebnisse am Stück, dann wird es ganz schnell auch wieder aufwärtsgehen. Er ist nach wie vor eines der größten Talente, die es gibt."