Borussia Dortmund

Marco Reus: "Was da zum Teil abgeht, ist abartig"

marco reus 2019 01 7
Foto: Jose Breton- Pics Action / Shutterstock.com

Im Exklusiv-Interview mit Bild sprach der 32-Jährige über die große Last, die ein Fußballprofi heutzutage aushalten muss. "Es muss in der öffentlichen Wahrnehmung alles immer besser, schneller, höher, weiter gehen. Es ist niemals genug, man will immer mehr", bemängelt Reus.

Bei allem Sonderstatus, den die Spieler genießen, dürfe das Menschliche in der Bewertung nicht verloren gehen. "Gewisse Dinge gehören zu unserem Job dazu. Aber wir dürfen nie vergessen, dass wir es mit Menschen zu tun haben und Menschen kann man immer verletzen, auch wenn sie privilegiert sind oder nach außen stark erscheinen."

Borussia Dortmund

Als Sammelplatz negativer Emotionen betrachtet Reus die sozialen Medien. "Was da zum Teil abgeht, ist – ich kann es leider nicht anders sagen – abartig."

Der Borusse erhofft sich in Zukunft mehr Mitgefühl im Miteinander. "Wir sind alle Menschen und machen Fehler. Aber wir machen sie ja in der Regel nicht absichtlich und verdienen es nicht, deswegen persönlich diffamiert zu werden."

Reus setzte sich in der Vergangenheit wiederholt für Toleranz ein. So verurteilte er die Anschläge von Hanau und plädierte für eine offene Gesellschaft, "in der kein Platz für Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit ist."