"Spiel verschoben": Jude Bellingham und seine Vorwürfe gegen Zwayer - das steckt dahinter

05.12.2021 um 09:38 Uhr
von Kevin Richau
Redakteur
Berichtet seit 2021 für Fussballeuropa.com über den internationalen Fußball.
imago jude bellingham
Foto: Poolfoto / imago images
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In der 78. Minute klärte Dortmunds Mats Hummels einen Ball im Strafraum mit dem Ellenbogen. Für Schiedsrichter Felix Zwayer – und dem VAR – ein Elfmeter. Die Schwarz-Gelben sahen dies natürlich ganz anders und echauffierten sich minutenlang. BVB-Coach Marco Rose rastete sogar richtig aus und wurde des Feldes verwiesen.

Für die größte Aufregung nach dem Match sorgte dann sein Spieler Jude Bellingham. "Man gibt einem Schiedsrichter, der schon einmal ein Spiel verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland", beschwerte sich der Engländer beim norwegischen TV-Sender Viaplay. "Was soll man da erwarten?"

Der 18-Jährige spielte mit seiner Aussage auf den Fall Robert Hoyzer aus dem Jahr 2004 an. Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter hatte damals für Geld Spiele manipuliert, um den Teilnehmern von Sportwetten hohe Gewinne zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem auch weitere bekannte Unparteiische wie Lutz Fröhlich, Manuel Gräfe und Felix Zwayer genannt, die die Vorwürfe aber allesamt abstritten und gegen die nicht weiter ermittelt wurde.

Aus den Akten geht jedoch hervor, dass Zwayer 2006 für ein halbes Jahr gesperrt wurde, weil er von Hoyzers Spielmanipulationen wusste und diese nicht gemeldet hatte. Welche Strafe Bellingham für seine Aussage nun zu erwarten hat, ist noch nicht bekannt. Der DFB dürfte auf eine solche Unterstellung nach dem Hoyzer-Skandal sicherlich empfindlich reagieren.

Verwendete Quellen: kicker.de
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