Borussia Dortmund :Sebastian Kehl: BVB-Wunschspieler "wachsen nicht auf Bäumen"

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In seiner aktuellen Aufstellung kann Borussia Dortmund fraglos auf junge Spieler zurückgreifen, die über ein unglaubliches Potenzial verfügen. Erling Haaland (21), Donyell Malen (22), Giovanni Reyna (18) oder Jude Bellingham (18) gehören in jedem Fall dieser Rubrik an. Das Vakuum zu den gestandenen Profis ist allerdings groß.

"Ein Gerüst und Stabilität in der Mannschaft zu haben ist unabdingbar", betont Sebastian Kehl, Lizenzspielerleiter des BVB. "Denn individuelle Qualität ist wichtig, aber wenn man wirklich erfolgreich sein will, braucht man immer auch die richtigen Führungsspieler und Typen mit absoluter Gewinnermentalität. Leider wachsen diese Profis nicht auf Bäumen."

Hintergrund

Der Nachfolger von Sportdirektor Michael Zorc, der ab dem kommenden Jahr in dieses Amt treten wird, ist sich darüber im Klaren, dass der BVB nach momentanem Stand auf zu wenig junge Talente zurückgreifen kann, die über Führungspotenzial verfügen. Gezwungenermaßen verfolgt Kehl einen anderen Ansatz.

Dieser BVB-Spieler hat "unglaublich großes Potenzial"

Der Funktionär betont dahingehend, dass es ein permanenter, fließender Prozess sei, talentierte Spieler in jene Richtung weiterzuentwickeln. Kehl zeichnet Bellingham aus, sehe in dieser Hinsicht beim EM-Fahrer "unglaublich großes Potenzial". Der BVB versuche aber auch, deutsche Topspieler mit jenem Potenzial unter Vertrag zu nehmen. Das sei Teil der Vereinsphilosophie.

"Aber wir sind eben nicht der einzige Klub, der diese Strategie verfolgt, der Markt ist hart umkämpft. Wir wissen, dass wir da vor großen Herausforderungen stehen", betont Kehl. Immerhin: Mit Soumaila Coulibaly (17) und Abdoulaye Kamara (16), beide bei Paris Saint-Germain hervorragend ausgebildet, konnte der BVB zwei ambitionierte Talente von einem Wechsel überzeugen.

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