"Schauspieler" :BVB-Bosse stürzen sich auf Neymar

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Foto: Marco Iacobucci Epp / Shutterstock.com
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Borussia Dortmund hatte nicht mehr lange Zeit, es musste schnell gehen.

Emre Can foulte Neymar in der Schlussphase des Champions-League-Spiels bei Paris Saint-Germain an der Seitenlinie. Im Anschluss gerieten Can und Neymar aneinander – Can schubste den Brasilianer, der daraufhin zu Boden ging.

Vulkanartig brach eine riesige Rudelbildung aus, an der unter anderem der Pariser Trainer Thomas Tuchel beteiligt war.

Als sich die Gemüter beruhigten zeigte Schiedsrichter Anthony Taylor dem Foulenden Can die Rote Karte.

BVB-Übungsleiter Lucien Favre, der sich mit emotionalen Aussagen meist zurückhält, fand im Nachklapp bei SKY deutliche Worte zur besagten Szene. "Das ist zu hart, fast schon lächerlich", wetterte der Schweizer über den Can-Platzverweis.

Manager Michael Zorc fand ebenfalls deutliches Vokabular, sagte, dass Neymar es übertrieben habe: "Wir wissen, dass Neymar ein guter Schauspieler ist. Das hat er heute gezeigt."

Dass Cans Platzverweis auf das Spielergebnis keinen entscheidenden Einfluss mehr nahm, wussten alle Dortmunder Beteiligten aber.

Dass der BVB am Mittwochabend nur bedingt Torgefahr ausstrahlte, war Kapitän Mats Hummels bewusst, der im Zuge dessen lediglich von "drei, vier Halbchancen" sprach.

An der Geisterkulisse wollten die Teilnehmer des Spiels die Niederlage derweil nicht festmachen.

Favre versuchte, die Negativität etwas einzudämmen und fand lobende Worte für seine Mannschaft.

Man dürfe es auch nicht übertreiben, sagte er: "Wir haben teilweise ziemlich gut gespielt, es war nicht schlecht. Die Gegentore waren unnötig."