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Barça, Real, ManCity? :Champions League: Wer dominiert die nächsten Jahre?

  • Fussballeuropa Redaktion Dienstag, 26.03.2019

Real Madrid gewann zuletzt dreimal den Titel in der Königsklasse, schied nun aber im Achtelfinale aus. Ein Umbruch ist im Gange. Welche Team werden in den kommenden Jahren die Titelanwärter sein?

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Die Gelder, welche in der Champions League an die Clubs ausgeschüttet werden, sind in den letzten Jahren stetig gewachsen.

Aktuell stellt sich die Frage, welche Vereine in den nächsten Jahren dazu in der Lage sein werden, dem europäischen Fußball den Stempel aufzudrücken. Wir werfen einen Blick auf die unterschiedlichen Ausgangslagen.

Real Madrid

In den letzten Jahren war Real Madrid dazu in der Lage, sportliche Erfolge der besonderen Art zu feiern. Bereits die mehrfache Verteidigung des Titels in der Champions League steht beispiellos dar. Gleichsam scheint es nicht gelungen zu sein, die großen Stützen der Mannschaft rechtzeitig zu ersetzen. Nach dem Abgang von Superstar Cristiano Ronaldo schwächelte zunächst die Offensive.

Dort war es nicht gelungen, einen Fußballer im ähnlichen Format zu etablieren. In der Abwehr wird auch Sergio Ramos nicht mehr ewig spielen. Der Kapitän und Leitwolf ist bereits 32. Auch hier wird sich die Frage stellen, wann an eine Wachablösung gedacht wird, um so den Weg in die Zukunft zu weisen.

FC Barcelona

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Auch in Barcelona kündigt sich die Zeit einer Umstellung an. In den vergangenen Jahren war es für die Katalanen stets möglich, sich auf die Fähigkeiten von Superstar Lionel Messi zu verlassen.

Doch dieser befindet sich nun im gehobenen Alter eines Fußballers, wird im Sommer 32. Obwohl es nicht möglich sein wird, einen gleichwertigen Ersatz für seine Position zu finden, so bietet sich doch die Chance, an die Umstellung zu denken, die in den nächsten Jahren erfolgen muss.

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Die Verantwortung wird auf mehrere Schultern verteilt werden müsse, zumal auch Sergio Busquets (30), Luis Suarez (32) und Gerard Pique (32) bereits zur Ü30-Fraktion gehören.

Barca hat bereits junge Kicker wie Ousmane Dembele, Arthur und zuletzt Frenkie de Jong verpflichtet, die ebenso wie die Eigengewächse Riqui Puig und Carles Alena für die Zukunft der Katalanen stehen.

Aktuell legt der FC Barcelona noch immer eine besondere Konstanz an den Tag. Dies spiegelt sich auch in den Quoten der Buchmacher wider, mit denen die Spiele ausgezeichnet sind. Das online Wettbüro auf www.xtip.de bietet einen Einblick in die aktuelle Struktur der Quoten. Dort ist es auch mobil auf dem Smartphone möglich, eine Wette zu platzieren.

Manchester City

Es ist bekannt, dass in Manchester in den letzten Jahren große Summen in die Hand genommen wurden. Die Verantwortlichen scheuten keine Mühen, um ein Team auf die Beine zu stellen, das dazu in der Lage ist, die Champions League für sich zu entscheiden.

Zwar zeigt die Qualität der Einzelspieler, dass es sich längst um ein realistisches Unterfangen handelt. Doch auf der anderen Seite ist es noch nicht gelungen, ein Kollektiv zu kreieren, welches jedem Gegner als Favorit gegenübertreten kann.

Mit Trainer Pep Guardiola steht ein Meister seines Fachs an der Seitenlinie, dem es in der nächsten Saison gelingen könnte, den endgültigen Durchbruch des Klubs in der Königsklasse zu schaffen. Ebenso wichtig sind die vielen jungen Spieler, wie sie sich derzeit im Kader von City befinden.

Viele von ihnen (Leroy Sane, Raheem Sterling, Gabriel Jesus, Bernardo Silva,…) haben den Zenit ihrer Leistung noch nicht erreicht, befinden sich jedoch schon jetzt auf Top-Niveau.

Entsprechend groß ist das Potenzial der weiteren Entwicklung, welches in Manchester wahrgenommen werden kann. So könnte sich der Klub zu einer dominierenden Kraft der nächsten Jahre aufschwingen. Die finanziellen Mittel wären dank der steinreichen Eigentümer aus Abu Dhabi für diesen Zweck in jedem Fall vorhanden.

Juventus Turin


In Italien ist es vor allem die alte Dame, welche auf dem Parkett der Champions League die eigenen Leistungen in den Vordergrund rücken kann. Mit dem Transfer von Cristiano Ronaldo stellte der Vertreter der Serie A klar unter Beweis, dass es möglich ist, in Italien ein solches wirtschaftliches Potenzial zu entfalten.

Auch in den kommenden Jahren soll an diese Erfolge angeknüpft werden, um mehr junge Spieler nach Italien zu lotsen.

Während in den letzten Jahren eine klare Überalterung von Juventus beobachtet werden musste, gelang in den vergangenen Jahren der ersehnte Umschwung. Sofern es den neuen Verantwortlichen gelingt, auf diese Weise erfolgreich zu bleiben, könnten sie den Verein in eine goldene Zukunft führen.

FC Bayern


Tatsächlich hat der FC Bayern im Hinblick auf die finanziellen Mittel einen Nachteil auf seiner Seite. Die engen Strukturen in Deutschland machen es unmöglich, Investoren im großen Stil an sich zu ziehen, wie dies in den anderen Ligen Europas längst der Fall ist.

Gerne wird auch der gültige TV-Vertrag in die Argumentation einbezogen. Auch dieser bietet den Münchnern nicht die großen finanziellen Mittel, wie sie schon an anderer Stelle zur Verfügung stehen.

Dennoch wäre es falsch, den FC Bayern München als ein Opfer seiner geografischen Lage darzustellen. Aus verschiedenen Gründen gelang es zuletzt nicht, die ersehnten Transfers in die Tat umzusetzen. Bereits im Winter war angekündigt worden, neue Qualität in den Kader zu integrieren (Lucas Hernandez, Callum Hudson-Odoi).

Letztlich handelte sich der Verein jedoch Absagen ein und konnte dadurch mit der Planung des Kaders nicht fortfahren. Nun wird es in den nächsten Jahren darauf ankommen, die Weichen für die weiteren Erfolge zu stellen.

Es gilt die Generation um Manuel Neuer und Thomas Müller zu ersetzen, die langsam das ideale Alter eines Fußballers überschreitet und dadurch zum Risiko für den Verein werden könnte. Nun muss die Investition in die junge Zukunft folgen.

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