Chelsea :Claudio Pizarro über seine kuriose Wechselverhandlung mit Jose Mourinho

franck ribery claudio pizarro
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Als sich Claudio Pizarro nach sechs Jahren beim FC Bayern nicht auf eine Verlängerung einigen konnte, lagen dem Angreifer einige Angebote vor. Unter anderem klopfte der FC Villarreal an, "dem ich am Montag zusagen wollte", wie sich Pizarro in einem Interview mit dem KICKER erinnert. Doch dann kam ein Anruf, mit dem er nicht gerechnet hatte.

"Wir waren nach dem Samstagsspiel zuvor gerade auf der Rückfahrt im Bayern-Bus und haben wie immer Schafkopf gespielt, als mein Handy bimmelte: 'Jose Mourinho.' Ich bin sofort aufgesprungen und hinten in die Busküche geflohen", erinnert sich Pizarro.

Mourinho ging damals in seine vierte Saison als Blues-Trainer und war sich mit Pizarro an dem kuriosen Verhandlungsort offenbar schnell einig. "Dort haben wir den Wechsel eingefädelt", sagt er und erinnert sich noch an die Reaktion seiner damaligen Mitspieler. "Als ich mich zurückgesetzt habe, wollten die Jungs natürlich wissen, was los war. Ich habe nur gesagt: Das war ein wichtiger Anruf. Dann haben wir weitergespielt."

Den Villarreal-Verantwortlichen habe er daraufhin mit der Begründung, Mourinho wolle ihn unbedingt, abgesagt. "Das haben sie verstanden", lacht Pizarro, der aber schon nach drei Monaten vor einem großen Problem stand. Weil die Saison nicht den erhofften Verlauf nahm, wurde Mourinho von seinen Cheftraineraufgaben entbunden.

Hintergrund


Nach einer Saison mit zwei Toren und vier Vorlagen in 32 Pflichtspielen brach Pizarro seine Zelte in London wieder ab. Bereut hat der inzwischen 42-Jährige, der im Sommer vorigen Jahres mit dem professionellen Fußball aufhörte, den Chelsea-Schritt nicht. Genauso wie alle anderen Entscheidungen in seiner Karriere.

"Zuerst wollte ich unbedingt nach Europa, nach Bremen. Dann wollte ich weiter, zum nächstbesseren Klub", stellt er klar. "Das war erst der FC Bayern, dann der FC Chelsea, der noch mal etwas größer war, mit Jose Mourinho als Trainer."