Nach Kaufrausch: Hudson-Odoi und Havertz vor Chelsea-Abschied?

18.01.2023 um 08:44 Uhr
von Tobias Krentscher
LaLiga-Redakteur
Schreibt seit 2010 über den spanischen Fußball. Gründer und Chefredakteur von Fussballeuropa.com.
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Callum Hudson-Odoi ist aktuell bei Bayer Leverkusen auf Leihbasis unterwegs - Foto: / Getty Images

Chelsea machte im Januar Nägel mit Köpfen und holte drei neue Stürmer, um die Offensivflaute zu beheben. Joao Felix kam von Atletico Madrid, David Datro Fofan von Molde FK und Mykhaylo Mudryk für bis zu 100 Millionen Euro von Schachtar Donezk. Zudem ist die Verpflichtung von Christopher Nkunku (RB Leipzig) für den Sommer bereits festgezurrt.

Ist an der Stamford Bridge nach dem Kaufrausch noch Platz für Callum Hudson-Odoi? Darüber scheint sich der Flügelstürmer Gedanken zu machen. Laut The Athletic wird Hudson-Odoi eine endgültige Entscheidung aber erst im Sommer fällen. Wichtig ist dem Londoner Eigengewächs die Aussicht auf regelmäßige Spielpraxis.

Aktuell ist der Flügelstürmer an Bayer Leverkusen ausgeliehen. Der 22-Jährige kommt überwiegend als Linksaußen zum Einsatz. Auf dieser Position stehen aber mit Raheem Sterling und Neuzugang Mykhaylo Mudryk zwei Hochkaräter im Kader von Trainer Graham Potter. Hudson-Odois Vertrag in London ist noch bis 2024 gültig, ohne Vertragsverlängerung könnte Chelsea letztmals im kommenden Sommer eine angemessene Ablösesumme kassieren.

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Kai Havertz wechselte 2020 aus der Bundesliga nach London - Foto: sbonsi / Shutterstock.com

Chelsea setzt Kai Havertz und Co. auf die Verkaufsliste

Laut The Telegraph planen die Chelsea-Verantwortlichen zwar Offensivakteure abzugeben, Hudson-Odoi wird allerdings nicht genannt. Kai Havertz, Hakim Ziyech, Christian Pulisic und Pierre-Emerick Aubameyang sollen die Stamford Bridge hingegen verlassen.

Der Verkauf der vier Stürmer soll die katastrophale Transferbilanz der Blues aufbessern. Bisher gab Chelsea auf dem Transfermarkt in dieser Spielzeit fast eine halbe Milliarde Euro aus. Wegen des Financial Fairplay ist Chelsea auf Einnahmen angewiesen.

Kai Havertz verspricht aus dem genannten Spielerpool die höchsten Einnahmen. Der ehemalige Leverkusener kostete vor zweieinhalb Jahren 80 Millionen Euro, Transfermarkt.de beziffert seinen Marktwert aktuell mit 70 Millionen Euro.

Verwendete Quellen: The Athletic, The Telegraph