Streit über Lukaku

Petr Cech: Der wahre Grund für seinen Abschied vom FC Chelsea

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Cech, der seit seinem Rückzug vom aktiven Sport, bei Chelsea als technischer Berater tätig war, fädelte Lukakus Transfer vor einem Jahr mit ein. Dass der 113 Mio. Euro teure Transfer in London bislang hinter den Erwartungen blieb, nahm der 40-Jährige gelassen hin.

Zu Beginn des Monats zeigte sich er noch optimistisch, was die Entwicklung des Belgiers angeht. "Ich persönlich glaube, dass er eine großartige Saison haben wird. In der vergangenen Saison haben wir gesehen, wie stark er sein kann, als er ankam", verweist der ehemalige Weltklasse-Keeper auf die durchaus gute Anfangsphase Lukakus nach der London-Rückkehr.

Chelsea

Einzig die zwischenzeitliche Verletzung und seine Corona-Infektion hätten Lukaku weit zurückgeworfen. Dennoch sprach Cech seinem Königstransfer Mut zu. "Ich habe volles Vertrauen, dass er sich erholen und eine starke Saison haben wird." Diese Einschätzung teilen Trainer Thomas Tuchel und der neue Klubeigentümer Todd Boehly offenbar nicht.

Tuchel hatte in der Saison wiederholt Probleme mit Lukaku und verbannte ihn zwischenzeitlich sogar aus dem Kader. Er trat daher auf seinen Boss zu, um die Ausleihe des Stürmers zu Inter Mailand, die kurz vor dem Abschluss steht, anzuregen. Als Petr Cech dagegen steuerte, bemerkte er, wie wenig Einfluss er zukünftig haben würde.

Boehly will Tuchel fortan mehr Mitspracherecht bei Transfers einräumen, was die Rolle des technischen Direktors erheblich schwächt. Petr Cech ist nicht das erste prominente Gesicht, das dem Führungswechsel bei Chelsea zum Opfer fällt. Zuvor musste bereits Sportdirektorin und rechte Hand des früheren Klubeigentümers Roman Abramowitch, Marina Granovskaia, ihren Hut nehmen.