Chelsea Romelu Lukaku stellt Negativrekord auf - Tuchel weiß nicht, was er sagen soll

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Der Belgier stand in der Startelf und spielte die komplette Partie durch. Auf dem Paper könnte man dennoch meinen, dass Lukaku erst kurz vor Spielende eingewechselt wurde. Der Datenanbieter "Opta", der seit 2003 die Daten aus der Premier League auswertet, verzeichnete im Match gegen Crystal Palace nur sieben (!) Ballkontakte, ein Negativrekord.

Im zweiten Durchgang verbuchte Lukaku in seiner einzig nennenswerten Aktion drei davon, was versinnbildlicht, wie wenig Zugriff er in den anderen 89 Minuten zum Geschehen hatte.

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Die weiteren Zahlen lassen den Neuzugang ebenfalls in keinem besseren Licht erstrahlen. Chelsea hatte über die gesamte Spielzeit einen Ballbesitzanteil von 58 Prozent und spielte während der Begegnung 518 Pässe. Diese Feldüberlegenheit wurde nicht genutzt, um einen gefährlichen Angreifer wie Lukaku in einem engen Match in Szene zu setzen. Ein Hinweis auf seine Beliebtheit innerhalb des Teams?

Tuchel: "Ich bin mir nicht sicher, ob es soviel über uns allgemein aussagt"

Von seinem Coach bekam Lukaku nach der Partie nicht die erhoffte Rückendeckung. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll", erklärte Thomas Tuchel, als er auf die enttäuschende Performance seines Mittelstürmers angesprochen wurde.

"Es sagt aus, dass er offenbar nicht beteiligt war und sich heute nicht hervortun konnte." Das Kollektiv wollte der Deutsche aber nicht in die Kritik miteinbeziehen. "Ich bin mir nicht sicher, ob es soviel über uns allgemein aussagt."

Die Beziehung zwischen Trainer und Spieler gilt als angespannt, nachdem Lukaku Tuchel für seine Taktik Ende letzten Jahres öffentlich an den Pranger gestellt hatte. Kurz darauf strich der Coach den 28-Jährigen für seine Aussagen aus dem Kader. Das fehlende Vertrauen ineinander ist möglicherweise der Grund für Lukakus schlechte Leistungen in dieser Spielzeit.