Nach Achtelfinal-Aus :Cristiano und Co. zu alt? Juve-Boss kündigt Analyse und möglichen Kaderumbau an

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Juventus Turin hat das Viertelfinale der Champions League verpasst. Im Achtelfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon glückte zwar ein 2:1-Erfolg, aufgrund der Auswärtstorregel ziehen jedoch die Franzosen in die nächste Runde ein. Das Hinspiel hatte Lyon zu Hause mit 1:0 für sich entschieden.

Cristiano Ronaldo traf doppelt (43. Elfmeter, 60. ) und hätte sein Team beinahe noch im Alleingang zum Happy End geführt, doch der fünffache Weltfußballer verpasste trotz mehrer guter Gelegenheiten das das erlösende dritte Tor für die Alte Dame.

Den wichtigen Treffer für Lyon erzielte Mannschaftskapitän Memphis Depay per Elfmeter (12.). Olympique trifft nun im Viertelfinale auf Manchester City, das sich mit 2:1 gegen Real Madrid durchsetzte.

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Juve-Boss Agnelli kündigt Analyse an

Bei Juventus Turin brennt der Baum nach dem frühen Achtelfinal-Aus. Andrea Agnelli stellte klar, dass man mehr erwartet. "Der Champions-League-Titel muss unser Ziel sein. Wir werden uns ein paar Tage Zeit nehmen, um alles zu bewerten", erklärte der Präsident.

Hintergrund


"So auszuscheiden ist eine große Enttäuschung. Wir werden uns in den nächsten Tagen überlegen, bewerten und entscheiden, wie es in der nächsten Saison weitergehen soll."

Wird die Luft für Maurizio Sarri dünner? Unter der Leitung des Trainers wurde schließlich auch das Pokal-Finale gegen Napoli und das Supercoppa-Endspiel gegen Lazio verloren. Agnelli spricht dem Coach keine Job-Garantie aus, lobt aber: "Er hat Respekt verdient, er hat sich von der Amateurliga hochgearbeitet und wurde Meister."

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Zu alt? Kader-Renovierung bei Juventus Turin?

Bei der angekündigten Analyse werden die Bosse um Präsident Agnelli, Sportdirektor Fabio Paratici und Vize-Präsident Pavel Nedved auch die Altersstruktur der Mannschaft in Augenschein nehmen. "Ich höre immer wieder, dass wir den ältesten Kader in Europa haben, also müssen wir uns das ansehen", so der Präsident.

Den ersten Schritt zur Verjüngung hat Juventus bereits getan. Arthur (23) kommt von Barça, Miralem Pjanic (30) geht im Gegenzug nach Spanien.

Es bleiben in Wojciech Szczesny (30), Gianluigi Buffon (42), Leonardo Bonucci (33), Giorgio Chiellini (35), Blaise Matuidi (33), Juan Cuadrado (32), Sami Khedira (33), Gonzalo Higuain (32) und Cristiano Ronaldo (35) aber neun Ü30-Spieler mit gültigem Vertrag.

Cristiano Ronaldo, der im Februar 36 wird, soll aber nicht gehen. "Ich bin fest davon überzeugt, dass er bleiben wird", erklärt Agnelli.

Den Bericht der Zeitung FRANCE FOOTBALL über angebliche Unzufriedenheit von Cristiano Ronaldo bei Juve hält Agnelli für einen "Medientrick". Schließlich sei dieser Bericht kurz vor dem Duell mit einer französischen Mannschaft erschienen.