Attacke gegen Ex-Barça-Bosse :Dani Alves packt über Barça-Abschied, Juventus und Neymar aus

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Acht Jahre schnürte Dani Alves seine Fußballschuhe in Diensten des FC Barcelona, 2016 kam es zur Trennung. Der Außenverteidiger machte Gebrauch von einer Vertragsklausel, heuerte ablösefrei bei Juventus Turin an.

"Barça hat sich Scheiße verhalten"

Wie der Routinier nun betont, hätte es nicht zum Vereinswechsel kommen müssen. "Wenn sie mich so behandelt hätten, wie ich es verdient gehabt hätte, würde ich heute noch bei Barca spielen, ich liebe diesen Verein", sagte der 37-Jährige gegenüber RAC1. Barcelona habe sich ihm gegenüber jedoch "Scheiße" verhalten.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Dani Alves Probleme mit dem Ex-Vorstand der Katalanen um den mittlerweile zurückgetretenen Josep Maria Bartomeu hatte. Alves hofft, dass das neue Präsidium wieder mehr auf die Werte der Katalanen setzt.

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"Barça hat sich prostituiert […] Der Präsident ist schuld, aber er wurde schlecht beraten"

"Der Verein hat seine Identität verloren und muss nun einen schwierigen Prozess durchlaufen", so der 118-fache Nationalspieler weiter: "Barça ist ein kommerzieller Verein, der Geschäfte macht, er hat ich in Anführungszeichen prostituiert. Er werden Spieler gekauft und verkauft. Aber dadurch verlieren sie ihre Identität. Ich denke, das ist das Problem mit Barcelona derzeit. […] Der Präsident ist schuld, aber er wurde möglicherweise schlecht beraten."

Hintergrund


Zu seinen Barça-Zeiten war Dani Alves zeitweise einer der wenigen Spieler der Startelf, die nicht aus der berühmten Jugendschmiede La Masia stammten. Unter Pep Guardiola lief Barça sogar mal mit elf Eigengewächsen auf.

Diese Zeiten sind längst vorbei. Gerard Pique, Sergio Busquets, Lionel Messi und Sergi Roberto halten die La-Masia-Fahne als letzte noch hoch, neuerdings hat in Ansu Fati immerhin ein neues Juwel dem Sprung in die erste Mannschaft geschafft.

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"Barça hatte nicht die Eier zuzugeben, dass sie einen Fehler bei mir gemacht haben"

Dani Alves wurde bei Juventus nicht glücklich, blieb nur ein Jahr. Im Raum stand damals eine Rückkehr nach Katalonien. Diese scheiterte laut Alves an den Bossen: "Ich wollte zurück zu Barça und sie brauchten mich, aber sie hatten nicht die Eier zuzugeben, dass sie einen Fehler bei mir gemacht haben."

"Das Jahr bei Juventus war das schlechteste meiner Laufbahn"

An seine Zeit im Piemont hat der Außenverteidiger keine guten Erinnerungen, trotz Titeln in Serie A und Copa del Rey. "Das Jahr, das ich bei Juventus verbracht habe, war das schlechteste meiner Karriere. Ich wollte, dass es so ist wie in Barcelona, aber das war es nicht. Ich musste mich neu erfinden."

Für Dani Alves ging es bei Paris Saint-Germain weiter. Zwei Jahre verbrachte er an der Seite seines Ex-Barça-Kumpels Neymar. Seit 2019 spielt er wieder in seiner brasilianischen Heimat beim FC Sao Paulo. Außerdem stand Alves in Sevilla unter Vertrag.

"Ich habe Real und viel Geld ausgeschlagen"

Real Madrid hätte auch gerne mit dem offensivstarken Außenverteidiger zusammengearbeitet. "Ich habe viel Geld von Real Madrid abgelehnt - ob es mir gefällt oder nicht, ein großartiger Verein - um ins Camp Nou zu gehen." Am Ende habe ihn die Barça-Führung aus dem Verein gedrängt.

Dani Alves wünscht sich Neymar-Rückkehr nach Barcelona

Dani Alves wehrt sich indes gegen Gerüchte, er sei ein Grund gewesen, warum Neymar 2017 zu PSG wechselte. "Wieso sollte ich Neymar von Barça wegholen, wenn ich derjenige war, der ihn dorthin gebracht hat", erklärt der Abwehrakteur. Real Madrid habe Neymar "viermal mehr" als Barça geboten, "aber ich habe dafür gesorgt, dass er nach Barcelona kam."

2019 wollte Neymar zurück ins Camp Nou, der Transfer scheiterte jedoch. Mittlerweile soll sich der Südamerikaner mit einem langfristigen Verbleib in Paris angefreundet haben. Dani Alves würde ihn gerne wieder in Katalonien sehen: "Ich weiß nicht, was er denkt, aber ich würde mich freuen, wenn er nach Barça zurückkehren würde."