Premier League :"Das ist die Wahrheit": Jürgen Klopp wettert gegen Chelsea-Einkaufstour

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Foto: Cosmin Iftode / Shutterstock.com

Die Gerüchteböse ist voll von Spielern, die mit einem Transfer zum FC Chelsea verbunden werden. Es verwundert nicht wirklich, schließlich haben die Blues auf dem Sommer-Transfermarkt bereits über 200 Millionen Euro liegengelassen. Ein Ende scheint nicht in Sicht.

Jürgen Klopp kann der Prozedur des Ligarivalen überhaupt nichts abgewinnen. Im Gegenteil, der Trainer des FC Liverpool findet extrem kritische Worte. "Die Welt lebt in Unsicherheit", sagt Klopp in einem BBC-Interview. "Für einige Klubs scheint es weniger wichtig zu sein, wie unsicher die Zukunft ist, weil sie im Besitz von Ländern, von Oligarchen sind. Das ist die Wahrheit."

Laut dem Liverpooler Teammanager gebe es unterschiedliche Wege, einen Kader zu verbessern. Klopp will darauf hinaus, dass eine Mannschaft nicht allein durch hinzugekaufte Stars besser wird. "Einer ist, neue Spieler zu verpflichten, ein anderer, zusammen daran zu arbeiten, die Dinge zu verbessern, in denen man gut war, und die zunichte zu machen, in denen man nicht gut war", erläutert der gebürtige Stuttgarter.

Allein in die beiden DFB-Stars Kai Havertz und Timo Werner haben die Blues eine Fixablöse von über 120 Millionen Euro investiert. Klopp registriert, dass Chelsea viele Spieler verpflichtet hat, stellt das Modell aber infrage. Und zwar so: "Das kann ein Vorteil für sie sein, aber das heißt auch, dass sie ziemlich schnell zusammenfinden müssen. Man kann nicht einfach die elf besten Spieler der Welt holen und hoffen, dass sie eine Woche später den besten Fußball spielen."

Hintergrund


Neben Chelsea hat sich auch der aus Abu Dhabi finanzierte Premier-League-Konkurrent Manchester City mit Starcoach Pep Guardiola (49) frisches Personal für knapp 80 Millionen Euro angeschafft, u.a. Ferran Soriano Torres (Valencia) und Nathan Ake (Bournemouth), allerdings stehen für die Sky Blues auch 45 Millionen Euro durch den Verkauf von Leroy Sane an den FC Bayern auf der Einnahmenseite.

Viel Grund nachzubessern beim LFC sieht Klopp, gerade mitten in der Pandemie, nicht. Linksverteidiger Konstantinos Tsimikas ist für 13 Millionen Euro von Olympiakos Piräus gekommen. Thiago (29, FC Bayern) könnte als zweiter Neuer hinzukommen, wenn sich die Vereine auf eine Ablöse einigen.

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