Juventus Turin :"Das war ungerecht" Emre Can spricht über Juventus-Aus

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Foto: Marco Iacobucci Epp / Shutterstock.com
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Für Borussia Dortmund war schon nach kurzer Zeit klar, dass die Zusammenarbeit mit Emre Can von längerfristiger Natur sein wird.

Das mit Juventus Turin vorerst als Ausleihe arrangierte Transfergeschäft wurde für 25 Millionen Euro Ablöse bis 2024 auf permanenter Basis festgelegt.

Um Can bemühte sich im Januar allerdings nicht nur der BVB, wie der 26-Jährige gegenüber dem KICKER verrät: "Ich hatte allein drei Angebote aus der Premier League, unter anderem von Manchester United."

Die Offerte der Red Devils habe aufgrund seiner Vergangenheit beim FC Liverpool in seinen Überlegungen jedoch keine Rolle eingenommen.

Er wollte zu einem Verein wechseln, "für den ich wichtig sein kann, wo ich gebraucht werde", erläutert Can, "das ist in Dortmund der Fall. Die Borussia passt gut zu mir – und umgekehrt."

Der DFB-Spieler, der sich Hoffnungen auf eine EM-Nominierung macht, weiß, dass er in der Premier League hätte mehr verdienen können.

Geld sei wichtig, aber nicht alles, kommentiert Can in diesem Zusammenhang: "Ich wollte wieder Fußball spielen. Und natürlich hat auch die EM etwas mit meinem Entschluss zu tun. Ich will im Juni unbedingt dabei sein."

Bei Juve wurde ihm das Fußballspielen von oberster Instanz untersagt. Nach dem Trainerwechsel auf Maurizio Sarri änderte sich für Can Grundsätzliches.

In der heimischen Liga kam er auf nur acht Einsätze, für die Champions-League-Gruppenphase wurde der Defensivallrounder gar nicht erst gemeldet.

Von Sarri wurde ihm dieser Entscheid sehr lakonisch mitgeteilt. Nachdem der Juve-Coach mehrere Wochen aufgrund einer Krankheit im Training fehlte und Can sich mit den Verantwortlichen abgestimmt hatte, dass er den Verein nicht verlassen werde, "habe ich in einem 20-Sekunden-Telefonat mit Sarri erfahren, dass ich nicht auf der Champions-League-Liste bin".

Vor einem halben Jahr stand Can kurz vor einem Arrangement mit Paris Saint-Germain. Im Anschluss fühlte sich der Deutsch-Türke ungerecht behandelt: "Danach wurde mir jegliche Chance verwehrt. Das war ungerecht und nicht in Ordnung, deshalb wollte ich dann auch im Winter weg."

Mit dem Verein an sich habe dies jedoch nichts zu tun, Juve sei ein "großartiger Klub mit großartigen Fans in einer großartigen Stadt".