Irritationen um Aussagen :David Alaba: Die heißeste Spur führt nach Spanien

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Vieles deutet daraufhin, dass David Alaba und die Bayern spätestens nach dieser Saison getrennte Wege gehen werden. In der Münchner Führungsetage ist man, was eine Vertragsverlängerung betrifft, weiterhin gesprächsbereit – allerdings nur zu den offerierten Konditionen.

Die Alaba-Seite verfolgt aber offenbar ein anderes Ziel. Laut der spanischen Sportzeitung AS bringt Pini Zahavi seinen Klienten bei Real Madrid ins Gespräch. Der Wunsch des geschäftstüchtigen und bestens vernetzten Spielervermittlers sei es, Alaba an der Concha Espina unterzubringen.

Bei Lewandowski klappte Zahavis Plan nicht

In der Vergangenheit wollte Zahavi mit Robert Lewandowski schon mal einen Bayern-Star bei den Königlichen platzieren. Unter großer Hysterie scheiterte der Wechsel aber. Derweil sind die Planer in München über Alabas zu Beginn der Woche getätigten Aussagen irritiert.

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Wie der KICKER in seiner Donnerstagsausgabe berichtet, hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic Alaba am Sonntag nach dem Training darüber informiert, dass der FC Bayern sein Vertragsangebot zurücknehmen werde. Wenig später trat Vereinspräsident Herbert Hainer mit diesen Informationen an die Öffentlichkeit.

Hintergrund


Nachdem Alaba am Montag verlautbaren ließ, erst aus den Nachrichten über die neuesten Entwicklungen im Vertragspoker erfahren zu haben, sollen die Bayern-Obersten ziemlich verblüfft gewesen sein.

Englische Klubs und Juventus locken

Alaba dürfte von seiner Möglichkeit, im Januar ohne Einverständnis des FCB mit anderen Klubs zu verhandeln, zunächst Gebrauch machen. Was dann kommt, scheint offener denn je. Neben Real werden auch der FC Liverpool, Manchester City, Juventus Turin  und Manchester United als Interessenten für den Allrounder gehandelt.

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Barça ein Wunschziel Alabas, die Katalanen müssen aber sparen

Der FC Barcelona gilt neben Real als ein Wunschziel Alabas. Die Katalanen haben in der Innenverteidigung tatsächlich Bedarf, Gerard Pique wird bald 34, Samuel Umtiti ist seit Jahren verletzungsanfällig.

Zudem fehlt ein qualitativ hochwertiger Backup für Jordi Alba. David Alaba könnte Barcelonas Probleme in der zentralen Verteidigung ebenso lösen wie die auf der Linksverteidiger-Position. Aber: Die Katalanen rechnen mit 300 Millionen Euro Verlust wegen der Corona-Pandemie und müssen ihre Gehaltskosten deutlich senken.

Der Sporttageszeitung MARCA zufolge ist Alaba aus finanziellen Gründen keine Option im Camp Nou. Sollte sich die Corona-Lage nach dem Winter allerdings wieder entspannen und die Fans zurück ins Camp Nou strömen können, wäre eine ablösefreie Verpflichtung des Österreichers nicht undenkbar, auch wenn Eric Garcia (19, Manchester City, Vertrag läuft aus) weiterhin Option Nummer eins sein dürfte.