Reaktionen auf das Hoeneß-Gewitter :David Alaba: Riesenwirbel nach Geldgier-Vorwürfen

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Da hat sich der FC Bayern in Person von Uli Hoeneß aller Wahrscheinlichkeit ein Eigentor geschossen. Der Vize-Aufsichtsratschef hatte den Mitberater von David Alaba, Pini Zahavi, am Sonntag im DOPPELPASS unter anderem als "geldgierigen Piranha" bezeichnet.

Zahavi kontert nun via SKY, behauptet dort, "zu keinem Zeitpunkt" über eine Provisionszahlung verhandelt zu haben. Diesbezüglich sei Sportvorstand Hasan Salihamidzic zwar auf den Vermittler zugekommen. Zahavi selbst wollte allerdings erst eine Einigung mit Alaba herbeiführen und habe gleichzeitig klargestellt, nicht mehr als "das Übliche" zu verlangen.

Hoeneß hatte im Zuge seiner Äußerungen von einem Honorar in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags geredet, woraufhin die BILD eine Summe von rund 20 Millionen Euro nannte. Dies entspricht offenbar nicht der Wahrheit.

Ausgesprochen erregt zeigt sich auch Alaba-Vater George, der seinen Filius ebenfalls beratend vertritt. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut", nimmt er laut SKY Stellung.

Hintergrund


Und weiter: "Zu behaupten, dass wir wegen einer solchen Zahlung bei Vertragsunterschrift nicht zu einer Einigung kommen, ist eine von diesen dreckigen Anschuldigungen. Und das alles nur, weil wir die von ihnen vorgelegten Zahlen nicht akzeptieren. Wir haben unsere eigenen Vorstellungen."

Die Alaba-Seite fordert angeblich bis zu 25 Millionen Euro Jahresgehalt. Der FC Bayern soll dagegen lediglich deren elf plus mögliche Bonuszahlungen von rund sechs Millionen Euro offerieren.

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Alaba selbst wünsche sich, dass die Vertragsverhandlungen nicht in der Öffentlichkeit geklärt werden und sei von ein paar Aussagen und Berichten der vergangenen Wochen "verwundert und durchaus auch verletzt", wie der gebürtige Wiener der BILD sagt.

Und weiter: "Viele Dinge, die im Moment geschrieben und gesagt werden, stimmen einfach nicht und entsprechen nicht der Wahrheit. Ich möchte allen Beteiligten eine öffentliche Diskussion ersparen, auch wenn nicht alle Details bekannt sind."

Seit Monaten zieht sich nun schon der Vertragspoker. Geht es nach Alaba, soll es so schnell wie möglich zu einer Übereinkunft kommen: "Ich wünsche mir sehr, dass wir zeitnah eine Lösung finden, damit der Klub, die Verantwortlichen, meine Mitspieler aber auch die Fans wissen, woran sie sind."