Arsenal :Der Fall Özil: Bierhoff bedauert, wie alles gelaufen ist

Foto: Celso Pupo / Shutterstock.com
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Das Aus von Mesut Özil in der DFB-Elf hat hohe Wellen geschlagen. Zu hohe, wie nun auch Oliver Bierhoff zugab.

"Es ist verkehrt gelaufen, und das tut mir sehr leid. Da wurden viele Fehler gemacht - auch von mir", gab der Direktor der Nationalmannschaft in der ZEIT zu.

Nun schmerze ihn, "dass es nie eine persönliche Aussprache gab". Mesut Özil habe sich "wohl einfach nicht mehr damit befassen" wollen.

"Am Ende haben wir alle kein gutes Bild abgegeben", sagte Oliver Bierhoff weiter.

Der Mittelfeldspieler hatte sich kurz vor der WM 2018 mit türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan fotografieren lassen.

Auch Ilkay Gündogan war auf dem Bild zu sehen. Trotz der daraus resultierenden Kontroversen fuhren beide mit nach Russland.

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Nach dem Vorrunden-Aus des damals amtierenden Weltmeisters holte Özil zum Rundumschlag aus und trat aus der Nationalmannschaft zurück.

Der Star des FC Arsenal attackierte dabei auch stark die Führung des DFB und warf ihnen unter anderem Rassismus vor, denn er sei stets der Spieler mit türkischen Wurzeln gewesen.

Nicht nur die Personalie Özil war ein Problem in der Vorbereitung, auch die Nicht-Nominierung von Leroy Sané.

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"Wir wollten vor allem ein Zeichen für die Spieler setzen, für die wir uns entschieden hatten. Das sollte Energie freisetzen, den Zusammenhalt stärken. Vielleicht haben wir unterschätzt, dass dann vor allem über den Spieler gesprochen wurde, der nicht dabei war", gab Bierhoff zu. Das Gefüge in der Mannschaft habe schlichtweg nicht gestimmt.

Bierhoff, der vom Teammanager der DFB-Elf bis in die Führungsriege des Deutschen Fußballbundes aufgestiegen ist und inzwischen als Direktor auch in den Kreis der Präsidentschaftskandidaten zählt, hat keine Ambitionen auf das höchste Amt in Fußball-Deutschland.

"Ich habe eine wunderbare und spannende Aufgabe, die ich als riesige Herausforderung sehe", betonte Bierhoff.

Das Amt des DFB-Präsidenten wird nach dem Rücktritt von Reinhard Grindel von DFL-Boss Reinhard Rauball und DFB-Vize Rainer Koch ausgefüllt.

Beide führten den weltweit größten Sportfachverband auch schon nach dem Rücktritt Wolfgang Niersbachs interimistisch. Im September soll dann ein neuer Präsident gewählt werden.

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