"Monumentalen Fehler" :Der wahre Grund für Karim Benzemas Ausbootung

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Foto: AGIF / Shutterstock.com

Bei seinem bis heute letzten Auftritt für die Equipe Tricolore durfte Karim Benzema noch mal brillieren. Beim 4:0 im Freundschaftsspiel gegen Armenien traf der Stürmer von Real Madrid doppelt und lieferte außerdem eine Vorlage. Das Spiel datiert vom 8. Oktober 2015.

Dann kochte die Erpressungsaffäre um Mathieu Valbuena hoch. Der damalige französische Nationalspieler wurde mit einem Sex-Video erpresst. Von Bekannten Benzemas. Der Real-Star selbst wurde im Juli 2017 freigesprochen.

Im Zuge seiner starken Auftritte im Madrider Trikot, die er in den vergangenen Jahren beständig ablieferte, fordern seit langem viele Benzemas Rückkehr in die Bestenauswahl Frankreichs.

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Der AS-Journalist Frederic Hermel enthüllt, wie es zum Cut zwischen Benzema und Nationaltrainer Didier Deschamps kam. Die Erpressungsaffäre war Hermel zufolge nicht das K.O-Kriterium.

Karim Benzema beging einen "monumentalen Fehler"

"Sein größter Fehler war das MARCA-Interview kurz vor der Europameisterschaft 2016. Dort sprach er über den rassistischen Teil Frankreichs", sagt Hermel, der seit vielen Jahren als Vertrauter Benzemas gilt, bei RMC SPORT.

Hintergrund


Benzema, der Wurzeln in Algerien hat, warf Deschamps vor, sich bei der Nominierung der Nationalmannschaft dem rassistischen Teil Frankreichs zu beugen. Deschamps war empört.

"Ich erinnere mich genau. Ich war damals in einer Fernsehsendung in Spanien und sie haben mir das gezeigt, und sagen mir dann: 'Da siehst du es. Wirst du Benzema jetzt immer noch verteidigen?' Ich fragte mich damals: 'Wie soll ich ihn in dieser Sache verteidigen?'"

Hermel beschreibt das damalige Interview als "monumentalen Fehler". Ohne dieses Interview wäre Benzema heute Weltmeister, fügt er an. Benzema lieferte stattdessen konstant Auftritte in Madrid ab, auch in dieser Saison kommt er bereits auf 28 Torbeteiligungen.

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