DFB-Elf :Ilkay Gündogan hätte sich anderen Abschied für Mesut Özil gewünscht

Foto: kivnl / Shutterstock.com
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Vor der WM hat Ilkay Gündogan mit einem Foto für Wirbel gesorgt. An einen Rücktritt aus dem DFB-Team denkt er trotz mancher schlechter Erfahrungen nicht.

"Es gibt Leute, die das entstandene Foto für sich politisch genutzt haben. Und in diesem Zusammenhang wurde dann auch teilweise die Grenze zum Rassismus überschritten", sagte der Mittelfeldspieler von Manchester City zu dem Bild, das ihn und Mesut Özil zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigt.

Im gleichen Atemzug betonte Ilkay Gündogan im Interview mit der FUNKE MEDIENGRUPPE aber auch, sein "Leben lang fast ausschließlich gute Erfahrungen in Deutschland gemacht" zu haben. "Das will ich hier ganz klar sagen."

Viel Kritik prasselte auf Gündogan und Özil ein, letztgenannter trat wutentbrannt und mit deutlichen Worten in Richtung der DFB-Spitze aus der Nationalmannschaft zurück.

"Ein Verlust für die Mannschaft", wie Gündogan unterstrich. "Ich hätte mir gewünscht, dass er einen besseren, verdienteren Abschied bekommt."

Für den 27-Jährigen steht hingegen einer weiteren Berufung nichts im Wege.

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"Falls ich nominiert werden sollte, dann sehe ich keinen Grund, nicht weiterzumachen", sagte der gebürtige Gelsenkirchener mit Blick auf die nahende Nominierungsfrist für die Länderspiele am 6. September gegen Frankreich und am 9. September gegen Peru.

Dabei gehe es ihm viel mehr als um reine Wiedergutmachung der schlechten WM in Russland, als der Weltmeister von 2014 in der Vorrunde ausschied. "Ich bin nach wie vor stolz, für Deutschland aufzulaufen", unterstrich der 27-malige Nationalspieler.

Selbst nach den schlimmen Verbalattacken mancher Politiker, wie Gündogan weiter sagte.

"Wenn man von vielen so attackiert wird, von den eigenen Fans ausgepfiffen und von einem deutschen Politiker beleidigt wird, dann macht man sich Gedanken", gab er zu: "Aber ich will nicht davonlaufen. Ich will mich der Situation stellen."

Zudem stellte sich der Mittelfeldmann hinter Bundestrainer Joachim Löw. "Ich kann mir als Nationaltrainer momentan keinen Besseren vorstellen als ihn", lobte Gündogan.

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