DFB-Elf :Pfiffe gegen Gündogan: Jogi Löw kann Fans nicht verstehen

Foto: AGIF / Shutterstock.com
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Der in Gelsenkirchen geborene Mittelfeldspieler von Manchester City wurde beim letzten Test der DFB-Elf ausgebuht.

Bei der Einwechselung baute sich eine gellende Pfeifkulisse auf, Joachim Löw und sein Assistent Thomas Schneider forderten die Fans zum Klatschen auf, doch sie ignorierten es.

Stattdessen gab es bei jeder Ballberührung Pfiffe  - sehr zum Ärger von Bundestrainer Löw.

"Dass ein Nationalspieler so ausgepfiffen wird, hilft niemanden. Ich frage mich, was soll Ilkay denn noch alles machen?", sagte der Bundestrainer nach dem 2:1-Sieg gegen Saudi-Arabien in der ARD:

"Er hat sich der Presse gestellt und erklärt, dass er die deutschen Werte lebt, sich voll und ganz mit ihnen identifiziert und sie verkörpert. Das kann ich und Mitspieler bezeugen. Irgendwann ist das Thema auch mal vorbei."

Auch die Nationalmannschaftskollegen gaben Gündogan Rückendeckung.

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"Ich finde die Pfiffe unglücklich. Man kann gegen die Aktion der beiden sein, das muss man nicht gut finden. Aber wenn man zu einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft geht, dann finde ich so etwas nicht glücklich", befand Mats Hummels:

"Mit Einsätzen der Pfiffe wurde auch die ganze Unterstützung eingestellt. Der Fokus war nur darauf gerichtet zu pfeifen, wenn Ilkay am Ball war. Und das ist schade."

Und Kapitän Manuel Neuer betonte, dass der Mittelfeldspieler "ein wichtiger Bestandteil" des Teams sei. "Wir müssen unsere Spieler auch schützen", so Neuer weiter.

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Zusammen mit Mesut Özil hatte Gündogan den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, der sich aktuell im Wahlkampf befindet, am 13. Mai in London getroffen.

Beide überreichten Erdogan dabei signierte Trikots ihrer Vereine.

Auf dem von Gündogan stand über der Unterschrift sogar " Für meinen verehrten Präsidenten - hochachtungsvoll" geschrieben.

Beide Nationalspieler sprachen darüber bei einem Besuch im Schloss Bellevue mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der auch sein Unverständnis über die Aktion zum Ausdruck gebracht hatte.

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