Real Madrid :Eine Milliarde! Pikanter Schuldenvorwurf an Real Madrid

florentino perez 2020 sergio ramos
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Denkt Ramon Calderon an die Zukunft von Real Madrid, ist er weit davon entfernt, einen positiven Wortbeitrag zu leisten. Nicht nur sportlich, sondern vor allem finanziell sieht er auf die Blancos mitnichten rosige Zeiten zukommen

"Als Cristiano Ronaldo dummerweise verkauft wurde, war klar, dass das Team Verstärkungen braucht", sagte Calderon gegenüber Reportern. Real hatte den Superstar 2018 für knapp 120 Millionen Euro an Juventus Turin abgegeben. Einen Ersatz mit ähnlichen Qualitäten ist Real seinen Fans bis heute schuldig geblieben.

In der letzten Transferperiode hatten die Blancos auf das Dazuholen von neuem Personal verzichtet und sich inmitten der Corona-Pandemie darauf fokussiert, Spieler zu veräußern oder abzugeben, um deren Gehalt einzusparen. Etwas anderes war aus Calderons Sicht auch gar nicht möglich.

"Die traurige Wahrheit ist, dass die Klubkonten leer sind und es Schulden von rund einer Milliarde Euro gibt – und Rechnungen, die gezahlt werden müssen", schob Calderon während seiner Äußerungen über den Klub nach, den er von 2006 bis 2009 zweieinhalb Jahre als Präsident anführte.

Hintergrund


Vor dem Sieg im Clasico am Samstag gegen den FC Barcelona war der Ton an der Concha Espina ziemlich rau. Ausgerechnet vor dem Prestigeduell blamierte sich Real gegen den FC Cadiz (0:1) und gegen ein wegen Corona-Ausfällen stark dezimiertes Shakhtar Donetsk (2:3). Trainer Zinedine Zidane will Calderon allerdings nicht als Alleinschuldigen ausmachen.

"Man kann nicht einer Person die Schuld geben. Da sind viele Umstände zusammengekommen. Es war eine Reihe von Ereignissen, die zu all dem geführt hat", äußerte Calderon, der noch mal an die CR7-Thematik anknüpfte: "Es war verrückt, Cristiano zu verkaufen, wenn man sonst keinen hat, der Tore machen kann."