Copa del Rey :Eiskaltes Barça erobert das Bernabeu - dann fließen Tränen

Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com
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Das Bernabeu ist für die Katalanen weiterhin ein gutes Pflaster. Barça gewann am Mittwochabend das Halbfinal-Rückspiel in der Copa del Rey 3:0 - und holte damit den vierten Sieg in den vergangenen fünf Auswärtsspielen bei Real Madrid.

Die Hausherren waren allerdings über weite Strecken der Partie das bessere Team, machten über die linke Seite mit dem Youngstern Sergio Reguilon (22) und Vinicius Junior (18) mächtig Dampf.

Doch Barça nutzte seine wenigen Chancen hocheffizient.

Zunächst netzte Luis Suarez eine Hereingabe von Ousmane Dembele von links ein (50.), dann beförderte Raphael Varane  einen Pass von der rechten Seite vor dem einschussbereiten Suarez ins eigene Tor (69.).

Real Madrid hätte nun nach dem 1:1 aus dem Halbfinal-Hinspiel im Camp Nou bereits drei eigene Treffer benötigt, um ins Endspiel einzuziehen.

Doch statt einer Aufholjagd gab es ein Debakel: Ein klares Foul von Casemiro an Luis Suarez führte zu einem Strafstoß, den Mannschaftskapitän Leo Messi seinem Kumpel aus Uruguay überließ.

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Suarez dankte es - und verwandelte gegen Keylor Navas lässig per Paneka-Elfer zum 3:0-Endstand (73.).

Bei Barça herrschte Zufriedenheit nach dem Einzug ins sechste Pokalendspiel in Serie.

" Wir wertschätzen die Copa immer", sagte Linksverteidiger Jordi Alba.

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"Real Madrid wollte genauso wie wir im Finale stehen und wir mussten leiden und hart arbeiten, um es zu schaffen.

Ernesto Valverde mahnte jedoch. Der Barça-Coach: "In der ersten Hälfte waren wir nicht gut genug, unser Rhythmus und unser Tempo waren nicht hoch genug".

Dennoch habe man in der zweiten Halbzeit dann gut gespielt und freue sich über den Finaleinzug.

Bei Real Madrid war die Enttäuschung unterdessen groß. Das starke Eigengewächs Sergio Reguilon weinte nach dem Abpfiff bittere Tränen.

Casemiro haderte mit der Chancenverwertung.

"Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, Barça ist dagegen dreimal angegriffen und hat dreimal getroffen", sagte der brasilianische Nationalspieler. "Wir hätten das Spiel einfach mit Toren entscheiden müssen."

Santiago Solari war ebenfalls enttäuscht. Der Real-Coach: "Wir sind traurig, wollten das Finale spielen. Im Fußball ist es wichtig, durchschlagskräftig zu sein, in den richtigen Momenten, die den Verlauf eines Spiels ändern können, zuzuschlagen. Das haben wir nicht geschafft, sie dagegen schon."

Allerdings sah der argentinische Coach auch Positives. " Wir müssen weiter auf dem Weg gehen, der uns zum Siegen führt", sagte Solari.

Und weiter: "Die Grundordnung, die Originalität und die Kreativität. Alles, was wir heute geboten haben, plus der Coolness vor dem Tor. Wir sind mit Stolz ausgeschieden, gehen traurig nachhause."

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