Juventus Turin :Emre Can kritisiert Einstellung der jungen Generation

Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com
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Eintracht Frankfurt, FC Bayern, Bayer Leverkusen, FC Liverpool, Juventus Turin – das sind die bisherigen Klubs, für die Emre Can spielte.

Der gebürtige Frankfurter mit türkischen Wurzeln betont immer mal wieder, dass er sich alles in seiner Karriere hart erarbeitet habe und ihm nichts geschenkt wurde.

Nimmt er sich ein Beispiel an den Jugendlichen, die aktuell in den Junioren-Mannschaften unterwegs sind, bereitet dies Can einiges Kopfschütteln.

"Ich finde es schade, wie manche Jungs heutzutage mit ihrem riesigen Talent umgehen. Ich kann es auch nicht verstehen", erklärt Can dem KICKER.

Und weiter: "Sie haben die Chance ihres Lebens, wenn sie bei den Profis mittrainieren dürfen. Dennoch legen manche teilweise eine Körpersprache an den Tag, die mich fast schon wütend macht."

Der 25-Jährige versuche, sich jenen Spielern anzunähern und mit ihnen in Kontakt zu treten.

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Das häufig auftretende Fehlverhalten der Talente charakterisiert Can in den hohen Gehältern und Einnahmen, die bereits in jungen Jahren möglich sind.

"Wenn du dir in so jungen Jahren schon sehr viel leisten kannst, dann kann dich das satt machen. Wem sollst du noch etwas beweisen?", hinterfragt Can. Als er als junger Spieler beim FC Bayern war, habe er immer alles gegeben, betont Can.

Beim deutschen Rekordmeister waren es vor allem Jugendtrainer Hermann Gerland und im Anschluss Profitrainer Jupp Heynckes, die Can viel mit auf dem Weg gegeben haben. Er spricht von Glück, als der Name Heynckes fällt, der immer mit ihm gemeckert und ihn angeschrien habe.

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Can: "Ich musste ans Kopfballpendel mit Hermann Gerland, musste stundenlang Pässe gegen die Wand spielen. Ich wusste damals nicht immer, warum. Das habe ich erst viel später verstanden."

Was Cans eigene Karriere anbelangt, befindet sich der 25-Jährige gerade in einer Sackgasse.

Unter dem neuen Trainer Maurizio Sarri nimmt er bei Juventus Turin nur noch eine Statistenrolle (4 Ligaspiele) ein. Für die Champions League wurde Can erst gar nicht berücksichtigt.

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