FC Barcelona "Er muss sofort gehen": Dembele fühlt sich in Barcelona erpresst

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Foto: AFP/SID/PAU BARRENA

Ein Weltmeister soll verkauft werden - und spricht von Erpressung: Der FC Barcelona will den früheren Dortmunder Bundesligaprofi Ousmane Dembele noch im Winter loswerden. Das teilte Barcas Fußball-Direktor Mateu Alemany am Donnerstag im Klub-TV mit. Dembele reagierte am Abend via Instagram.

"Ich bin kein Mann, der betrügt, geschweige denn ein Mann, der sich erpressen lässt", schrieb der Franzose am Ende einer langen Mitteilung, in der er auch ein falsches Bild seiner Person in der Öffentlichkeit beklagte. Er stehe "noch unter Vertrag, ich stehe voll und ganz meinem Klub und meinem Trainer zur Verfügung. Es gibt Verhandlungen, ich lasse das von meinem Berater erledigen".

Barcelona allerdings hat offenkundig kein Interesse an weiteren Gesprächen. Nach einem Ultimatum für die Vertragsverlängerung strich Trainer Xavi den 24-Jährigen am Donnerstag aus dem Kader für das Pokal-Achtelfinale am Abend (21.30 Uhr) bei Athletic Bilbao.

FC Barcelona

"Es ist für uns offensichtlich, dass der Spieler nicht in Barcelona bleiben will und sich der Zukunft von Barca nicht verpflichtet fühlt", erklärte Alemany: "Wir haben ihm und seinen Agenten gesagt, dass er sofort gehen muss, weil wir engagierte Spieler wollen und hoffen, dass ein Transfer vor dem 31. Januar zustande kommt."

Dass Dembele nicht für das Bilbao-Spiel nominiert worden sei, nannte Alemany "nur konsequent. Der Trainer hat unsere Unterstützung und unseren Rückhalt." Xavi hatte erklärt, Dembele solle seinen Vertrag verlängern oder gehen. Die Verhandlungen ziehen sich schon seit einem halben Jahr.

Dembeles Vertrag läuft im Sommer aus, der mit 1,35 Milliarden Euro verschuldete Verein kann also nur in der laufenden Transferperiode noch eine Ablöse kassieren. Der spätere Weltmeister war 2017 für rund 140 Millionen Euro vom BVB nach Barcelona gewechselt.