FC Barcelona :Eric Abidal begründet Valverde-Aus - plötzlich meldet sich Messi zu Wort

lionel messi 2020 118
Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com

Einst feierten sie Seite an Seite wichtige Erfolge wie den Champions-League-Titel: Lionel Messi und Eric Abidal. Letztgenannter ist nun Sportdirektor der Katalanen und damit Vorgesetzter des Weltfußballers.

Eric Abidal bezog nun in einem Interview mit der Fachzeitung SPORT Stellung zum umstrittenen Trainerwechsel Anfang Januar.

Bekanntlich musste Ernesto Valverde weichen, obwohl Barça Tabellenführer der Primera Division war und in Königsklasse und Copa del Rey noch im Rennen.

Eric Abidal stellte dabei klar, dass nicht das Halbfinal-Aus bei der Supercopa de Espana für Valverdes Aus entscheidend gewesen sei.

Hintergrund


Vielmehr sei nach dem Clasico gegen Real Madrid (0:0) im Dezember die Überzeugung gereift, dass man einen Wechsel auf der Trainerbank durchführen müsse.

"Wir haben die Spiele und nicht die Ergebnisse gesehen. Wie wir gespielt haben, die Taktik, die Arbeit der Spieler, die nicht viel spielen", zählte Abidal die Kritikpunkte auf.

Man habe sich die Details angeschaut, so der ehemalige Nationalverteidiger: "Viele Spieler waren nicht zufrieden oder haben nicht genug gearbeitet."

Diese Aussage passt Lionel Messi offenbar gar nicht. Der sechsfache Weltfußballer nutzte eine INSTAGRAM-Story, um seinen Unmut kundzutun.

Er gehe diesen Weg nicht gerne, wolle sich aber zu Wort melden: "Jeder ist für sich und seine Aufgabe verantwortlich, jeder trifft seine eigenen Entscheidungen. Die Spieler sind als erste verantwortlich, wenn wir nicht gut genug waren", postete der Argentinier.

"Die sportliche Leitung muss ebenfalls ihre Aufgabe erfüllen und Entscheidungen treffen. Aber wenn man über Spieler spricht, dann sollte man auch Namen nennen, sonst werden alle über einen Kamm geschert, die Gerüchteküche wird angeheizt und es werden Unwahrheiten verbreitet."

Nach dieser Ansage herrscht Alarmstimmung bei Barça. Laut RAC1 könnte Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu Abidal noch im Laufe des Tages entlassen. Ein Krisengespräch stehe an.

Eric Abidal führte indes zur Entlassung von Valverde aus, dass dieser zwar eine gute Beziehung zur Mannschaft gehabt habe, "aber als Ex-Spieler gibt es Dinge, die man riechen kann. Ich habe dem Verein gesagt, was ich dachte, und wir haben eine Entscheidung getroffen."

Quique Setien übernahm das Kommando von Valverde. Der Sporttageszeitung AS zufolge war der Ex-Betis-Coach nur die sechste Wahl der Katalanen.

Eric Abidal schwärmt jedoch vom 61-jährigen Trainerroutinier: "Quique hat unsere DNA, er liebt es zu arbeiten und hilft allen Spielern,  sich als Teil der Gruppe zu fühlen. […] Das Team wird besser und wettbewerbsfähiger."

Abidal beteuerte zudem, dass man Xavi Hernandez, mit dem es ein Treffen in Katar gab, keine Offerte unterbreitet habe.

"Es gab kein Angebot. Wenn er eins hat, soll er es zeigen, weil ich es nicht gesehen habe", so der langjährige Linksverteidiger der Blaugrana.

Xavi hatte stets betont, eines Tages Barça-Trainer werden zu wollen. Doch aktuell sei er noch nicht bereit dazu, erklärte der Al-Sadd-Trainer.

Manche munkeln: Xavi will die Präsidentschaftswahlen 2021 abwarten und dann unter dem möglichen neuen Boss Victor Font antreten. Dieser hatte Xavi als seine Wunschlösung für den Trainersessel bezeichnet. Carles Puyol soll dann Sportdirektor werden.

Eric Abidal will sich über machtpolitische Gedankenspiele keine Sorgen machen: "Ich mache keine Politik. Ich rede nur über Fußball. Was mich interessiert, ist die Art und Weise, wie ein Trainer abeitet."

Barcelona habe sich für Quique Setien entschieden, Xavi Hernandez stünden für die Zukunft aber die Türen offen.

"Er hat noch nicht so viel Erfahrung", so der Sportdirektor: "Der Verein hat zwei Jahre auf Quique Setien gesetzt und wir glauben sehr an ihn. Die Tür für Xavi ist immer offen. Ich weiß nicht, ob ich dann noch hier sein werde, aber ihm stehen die Türen bei Barça immer offen."

Folge uns auf Google News!
Hol dir unsere App!