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Ex-Barça-Stürmer :Ex-Boss enthüllt: Ronaldo wollte Barça nicht verlassen

  • Fussballeuropa Redaktion Montag, 12.11.2018

Selecao-Superstar Ronaldo ging laut Ex-Barça-Präsident Joan Gaspart einst nicht ganz freiwillig vom FC Barcelona zu Inter Mailand.

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Nach einer überragenden Saison im Trikot des FC Barcelona wechselte Ronaldo im Sommer 1997 für 28 Millionen Euro zu Inter Mailand.

Der Südamerikaner wollte das Camp Nou aber eigentlich gar nicht verlassen. Das behauptet nun der ehemalige Präsident des Klubs, Joan Gaspart.

"Ronaldo wollte in Barcelona bleiben, er war glücklich und wollte verlängern", verriet der 74-Jährige gegenüber dem Onlineportal GOAL.

Die Vertragsverlängerung sei bereits so gut wie sicher gewesen. Man habe sich geeinigt, sei dann Essen gegangen, um dem Deal zu feiern.

Dies war jedoch ein Fehler. Gaspart: "Wenn wir nicht zum Essen gegangen wären und die Vereinbarung zu der Zeit unterzeichnet hätten, als wir sie getroffen haben, wäre Ronaldo in Barcelona geblieben."

Doch Massimo Moratti funkte dazwischen. Der damalige Inter-Boss telefonierte mit einem Berater Ronaldos und überzeugte diesen offenbar.

Zunächst forderten die Spielervermittler Neuverhandlungen in einigen Punkten, stellten dann immer weitere Forderungen. Es kam zum Bruch und zum Transfer zu Inter Mailand.

Gaspart blickt zurück: "Unter Tränen erzählte mir Ronaldo, dass es ihm leid tat, aber seine Berater ein viel besseres Angebot als unseres hätten, und es für alle Parteien besser sei, zu einen anderen Klub zu gehen, um viel mehr Geld zu verdienen."

Die Barça-Bosse waren fortan nicht gut auf Moratti zu sprechen.

Schließlich habe dieser gewusst, dass sich Barcelona mit Ronaldo bereits einig war, so Gaspart:  "Er hat immer geleugnet, dass wir zu einer Einigung gekommen sind, aber das ist eine Lüge."

Fünf Jahre nach dem Abschied hätte Barça den verlorenen Sohn zurückholen können, doch der Brasilianer wechselte zu Real Madrid.

Gaspart blickt zurück: "Ronaldo sagte mir, dass er sich für Barcelona entscheiden würde, wenn wir mit der Offerte von Real Madrid gleichziehen würden, aber es war ein enormes Angebot und wir konnten keine so große Investition für einen Spieler tätigen, der auf diese Weise den Verein verlassen hat."

Real Madrid legte 45 Millionen Euro Ablöse für Ronaldo auf den Tisch und verpflichtete ihn für fünf Jahre.

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