Dopingsperre nachträglich ungültig :Ex-Liverpooler Mamadou Sakho erhält Millionen-Entschädigung

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Es ist gar nicht auszumachen, bei welchem Klub Mamadou Sakho heute unter Vertrag stehen würde, hätte die UEFA den Innenverteidiger vor vier Jahren wegen eines positiven Drogentests nicht gesperrt.

Untersuchungen des europäischen Fußballverbands ergaben später, dass die fettverbrennende Substanz Higenamin für das positive Testergebnis verantwortlich war. Diese stand damals aber nicht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).

Britische Medien berichten nun unisono, die WADA habe einer finanziellen Entschädigung zugestimmt. "Die WADA räumt ein, dass Herr Sakho nicht gegen die UEFA-Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen hat, nicht betrogen hat, keine Absicht hatte, sich einen Vorteil zu verschaffen, und in gutem Glauben gehandelt hat", wird ein WADA-Sprecher zitiert.

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Hintergrund


Um welche Summe es sich bei der Entschädigung handelt, wird nicht überliefert. Sakho hatte die WADA wegen Rufschädigung und Verdienstausfall auf umgerechnet rund 18,5 Millionen Euro verklagt.

Der heute 30-Jährige hatte 2016 nicht nur das Europa-League-Finale mit Liverpool verpasst, sondern auch die Europameisterschaft in seinem Heimatland Frankreich. Im Anschluss wurde er an Crystal Palace verliehen, für das Sakho heute noch spielt.